Telefónica dementiert angebliche AT&T-Übernahmeofferte

César Alierta

César Alierta, CEO Telefónica.

Madrid – Telefónica hat einen Zeitungsbericht dementiert, nach dem der US-Konzern AT&T eine Übernahme des spanischen Unternehmens geplant haben soll. «Es wurde weder in schriftlicher noch in mündlicher Form irgendein Interesse bekundet», teilte der spanische Telekom-Konzern am Montag der Madrider Börsenaufsicht CNMV mit.

Die spanische Zeitung «El Mundo» hatte berichtet, AT&T habe eine freundschaftliche Übernahmeofferte über 70 Milliarden Euro für Telefónica geplant. Die Amerikaner hätten auch Schulden von Telefónica in Höhe von 52 Milliarden Euro übernehmen wollen.

Einspruch der spanischen Regierung
Die Übernahme wäre die grösste in der spanischen Wirtschaftsgeschichte gewesen. Sie hätte AT&T zum grössten Telekom-Konzern der Welt gemacht. Das Vorhaben sei an einem Einspruch der spanischen Regierung gescheitert, berichtete das Blatt unter Berufung auf unterrichtete Kreise.

Spaniens Industrieminister José Manuel Soria wies den Bericht ebenfalls zurück. Er habe mehrere Gespräche mit AT&T-Konzernführern geführt. Dabei habe das US-Unternehmen zwar sein Interesse an Investitionen in Europa bekundet, sagte der Minister dem staatlichen Fernsehen TVE. «Aber eine mögliche Übernahmeofferte für Telefónica wurde mit keinem Wort erwähnt.» (awo/mc/ps)

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