Teva profitiert im Quartal erneut von Ratiopharm-Kauf

Shlomo Yanai

Teva-CEO Shlomo Yanai.

Jerusalem – Der weltweit grösste Anbieter von Nachahmermedikamenten, Teva Pharmaceutical, hat im ersten Quartal dank der Übernahme von Ratiopharm Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. In den ersten drei Monaten kletterte der Gewinn von 713 Millionen Dollar im Vorjahr auf 761 Millionen Dollar, wie der Konkurrent der Bad Vilbeler Stada AG am Mittwoch mitteilte.

Der Gewinn je Aktie erhöhte sich auf 0,84 Dollar (VJ: 0,79). Vor Sonderposten konnte Teva den Überschuss auf 936 Millionen Dollar (830) oder 1,04 Dollar je Aktie steigern. Das operative Ergebnis kletterte auf 867 Millionen nach 834 Millionen Dollar im Vorjahr. Angetrieben von der Nachfrage aus Europa, Lateinamerika und Asien verbesserte sich der Umsatz um zwölf Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar.

Ausblick für 2011 bestätigt
Konzernchef Shlomo Yanai zeigte sich zufrieden und bekräftigte den Ausblick für 2011. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Umsatz auf 18,5 bis 19 Milliarden Dollar steigen. Teva hatte im März vergangenen Jahres die deutsche Generika-Perle Ratiopharm aus dem zusammengebrochenen Merckle-Imperium gekauft und war dadurch zur europaweiten Nummer eins aufgestiegen.

Umsatzerwartungen verfehlt
Umsatzstärkstes Medikament von Teva ist das Multiple-Sklerose-Mittel Copaxone. Mit dem Präparat setzte das Unternehmen im ersten Quartal 907 Millionen Dollar um und damit vierzehn Prozent mehr als im Vorjahr. Mehr als die Hälfte seines Geschäfts macht Teva in Nordamerika. Europa trägt inzwischen ein Drittel zum Gesamtumsatz bei. Während Teva beim Umsatz die Erwartungen der Wall Street in Höhe von 4,27 Milliarden nicht ganz traf, glückte ihm beim Gewinn je Aktie vor Sonderposten eine Punktlandung. (awp/mc/ss)

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