ThyssenKrupp einigt sich über Verkauf von Blohm + Voss

Heinrich Hiesinger
Heinrich Hiesinger, ehemaliger Vorstandsvorsitzender Thyssenkrupp.

Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender ThyssenKrupp.

Essen – Der Stahl- und Industriegüterkonzern ThyssenKrupp verkauft den zivilen Teil der Werft Blohm + Voss an den britischen Finanzinvestor Star Capital. Der Vertrag sei am Sonntag unterzeichnet worden, teilte ThyssenKrupp am Montag mit. Das Geschäft muss noch von den Aufsichtsgremien sowie Wettbewerbs- und Aussenwirtschaftsbehörden genehmigt werden. ThyssenKrupp rechnet mit einem Abschluss im ersten Quartal 2012.

Zum Preis machte das Unternehmen keine Angaben. Branchenkreisen zufolge liegt er im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Aktie büsste in einem schwachen Markt rund 1,1 Prozent an Wert ein.

Weiterführung aller Aktivitäten
Star Capital werde die Aktivitäten an allen Standorten weiterführen, erklärte der Konzern. Dort arbeiten rund 1.500 Menschen, die zuletzt rund 500 Millionen Euro Umsatz pro Jahr machten. «Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist mit dem neuen Eigentümer eine wichtige Weichenstellung zur Sicherung der Arbeitsplätze und der Zukunft des Schiffbaus an den Standorten von Blohm + Voss erfolgt», sagte ThyssenKrupp-Werftenchef Hans Christoph Atzpodien. Das Unternehmen will sich künftig auf den militärischen Schiffbau konzentrieren.

Wichtiger Schritt beim geplanten Konzernumbau
Für die Dax-Gesellschaft ist die Trennung von den zivilen Werften ein wichtiger Schritt beim geplanten Konzernumbau. Jahrelang bemühten sich die Essener um den Verkauf des Schiffbau-Geschäfts. Es waren bereits Verträge mit dem Investor Abu Dhabi Mar unterzeichnet worden, doch das Geschäft kam nach einer jahrelangen Hängepartie am Ende nicht zustande. (awp/mc/ps)

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