Time Warner verdient am Fernsehen

Jeff Bewkes

Time-Warner-Konzernchef Jeff Bewkes.

New York – Fernsehen bleibt für den US-Medienkonzern Time Warner eine Goldgrube. Höhere Werbeeinnahmen sowie die Abogebühren für die beliebten HBO-Bezahlsender liessen den Umsatz im Schlussquartal um 8 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar steigen. Der Gewinn legte unterm Strich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 769 Millionen Dollar zu.

Dies teilte das das Unternehmen am Mittwoch in New York mit. «Für 2011 sind wir noch zuversichtlicher», sagte Firmenchef Jeff Bewkes, «und wir werden noch aggressiver sein.» Er kündigte an, dass Time Warner mehr Geld in neue Produktionen und in die Vermarktung seiner Programme stecken werde. Auch das digitale Geschäft will er ausbauen. Der Konzernchef versprach für das laufende Jahr einen noch besseren Gewinn. Die Anteilseigner beteiligt Bewkes mit einer höheren Dividende und einem auf 5 Milliarden Dollar aufgestockten Aktienrückkauf am Erfolg.

Breitgefächertes Portfolio
Zum Konzern gehören unter anderem das Filmstudio Warner Brothers, der TV-Nachrichtensender CNN sowie die beliebten Spielfilm- und Serienkanäle von HBO. Mit dem Time-Verlag ist das Unternehmen im Zeitschriften-Geschäft aktiv und verlegt unter anderem «Sports Illustrated» sowie das Klatschmagazin «People». Vom Kabel- und Internetgeschäft (AOL) hat sich der Konzern zwischenzeitlich getrennt.

Reizthema mobile Internet
Die Medienkonzerne hatten zuletzt reihum von gestiegenen Werbeeinnahmen profitiert. Nach Börsenschluss in New York um 22.30 Uhr deutscher Zeit legt die News Corp. von Medienmogul Rupert Murdoch ihre Bilanz vor, am Donnerstag folgt die MTV-Mutter Viacom und am Dienstag nächster Woche Branchenprimus Walt Disney . Heissestes Thema in der Branche ist derzeit das mobile Internet, das mit dem Tablet-Computer Apple iPad in den Fokus gerückt ist. (awp/mc/ps/ss/18)

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