TNT: Schwacher Nachfrage, Geldregen von UPS

Bernard Bot

Bernard Bot, CEO a.i. TNT (Bild: TNT)

Amsterdam – Der angeschlagene Logistikkonzern TNT Express leidet weiterhin unter dem Preisdruck in der Branche und einer schwachen Nachfrage in einigen Märkten. Der Umsatz ging in den ersten drei Monaten um 4,5 Prozent auf 1,67 Milliarden Euro zurück, teilte der Deutsche Post-Konkurrent am Montag mit.

Allerdings bescherte die geplatzte Übernahme durch den US-Konzern UPS TNT einen unerwarteten Geldregen. TNT bekam wegen des Nicht-zustande-Kommens des Vertrags 200 Millionen Euro überwiesen. Der Nettogewinn verbesserte sich so von 15 Millionen auf 144 Millionen Euro und der operative Gewinn von 54 Millionen auf 231 Millionen Euro. Bereinigt um diesen und andere Effekte wäre der operative Gewinn um fast 30 Prozent zurückgegangen.

Fusion am Veto der europäischen Wettbewerbshüter gescheitert
Die Fusion von UPS und TNT war am Veto der europäischen Wettbewerbshüter gescheitert. TNT muss nun versuchen, aus eigener Kraft wieder auf die Beine zu kommen. Der Konzern hat bereits angekündigt, seinen Sparkurs zu verschärfen und sich von verlustreichem Geschäft zu trennen. Für seine China-Sparte hat TNT bereits einen Käufer gefunden und wartet noch auf die Kartellfreigabe. Für die Tochter in Brasilien will TNT bis Ende des Jahres eine Lösung finden. Der Konzern streicht zudem mehrere tausend Stellen. (awp/mc/hfu)

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