Fussball: Top 20 Clubs erzielen Rekordumsätze von über 6,6 Mrd Euro

Cristiano Ronaldo

Real Madrids Stürmerstar Cristiano Ronaldo.

Zürich – Laut der 19. Ausgabe der Football Money League des Beratungsunternehmens Deloitte erzielten die 20 umsatzstärksten Fussballclubs der Welt in der letzten Saison Umsätze von über 6,6 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 8% gegenüber dem Vorjahr entspricht.  

Real Madrid führt die Deloitte Football Money League zum 11. Mal in Folge an und generierte in der Saison 2014/15 einen Umsatz von 577 Millionen Euro. Mit einem Anstieg von 22,7 Millionen Euro im Vergleich zur vorherigen Saison war der kommerzielle Umsatz Haupttreiber für das Wachstum. Die Spieleinnahmen stiegen ebenfalls um 9,1 Millionen Euro. Die Einnahmen aus Übertragungen sanken jedoch im Verlauf der Saison um 4,3 Millionen Euro.

Dan Jones, Partner in der Sports Business Group bei Deloitte, erläutert: „Zum ersten Mal haben die Top 3 Clubs der Football Money League die Umsatzmarke von 500 Millionen Euro überschritten. Real Madrid zeigte einmal mehr ein starkes Finanzergebnis, das vor allem durch den steigenden kommerziellen Umsatz erreicht wurde. Die geplante Sanierung des Santiago Bernabéu wird die Spieleinnahmen in den kommenden Jahren weiter ankurbeln.“

Barça rückt auf Rang zwei vor
„Die Spielergebnisse des FC Barcelona in der Saison 2014/15 spiegeln sich auch im finanziellen Erfolg wider. Der europäische Meister hat dank eines Umsatzwachstums in allen Geschäftsbereichen (Spiele, Übertragungen und Vermarktung) auf Kosten von Manchester United den zweiten Platz eingenommen.“

Obwohl Manchester United einen Platz verloren hat und nun auf dem dritten Platz rangiert, ist der Club mit 519,5 Millionen Euro weiterhin der umsatzstärkste Club der Premier League. Chelsea fiel um eine Position auf den achten Rang und Arsenal stieg auf den siebten Platz auf. Manchester City und Liverpool sind die zwei weiteren Premier League Clubs in den Top 10; sie belegen jeweils Platz sechs und neun.

Tim Bridge, Senior Manager bei Deloitte, meint dazu: „Mit dem Verbleib unter den Top 3 der Money League beweist Manchester United die fundamentale Stärke seines Geschäftsmodells. Die Rückkehr in die Champions League sowie der Beginn einer Reihe bedeutender kommerzieller Partnerschaften werden das Geschäft 2015/16 weiter stärken. Daher würde es nicht überraschen, wenn United im nächsten Jahr die Money League das erste Mal in zwölf Jahren anführen würde. Der Club erwartet Umsatzerlöse in Höhe von ungefähr 650 Millionen Euro.“

In der diesjährigen Football Money League kam es auch zu Verschiebungen unter den Fussballgiganten Europas. So fiel Bayern München vom dritten auf den fünften Platz zurück und nimmt damit die niedrigste Position seit 2006/07 ein. Der Deutsche Meister wurde von Paris Saint-Germain überholt, dem einzigen französischen Team in den Top 20, das ein weiteres Wachstumsjahr und einen Umsatz von 480,8 Millionen Euro verbuchen konnte. Trotz einer erfolgreichen Champions League Saison von Juventus Turin sowie des Sprungs der AS Rom vom 24. auf den 16. Platz, war es für Italiens Fussballclubs in puncto Umsätze eine enttäuschende Saison. Sowohl Inter Mailand als auch die AC Milan sind um zwei Plätze gefallen. Inter Mailand steht gar kurz davor, erstmals aus den Top 20 der Money League herauszufallen.

Steiniger Weg in Top 10
Jones fügt hinzu: „2014/15 war ein weiteres Wachstumsjahr für die “Big 5„ der europäischen Fussball-Ligen. Gleichzeitig jedoch verzeichneten die Top 5 Clubs ein rückläufiges Wachstum: Das Umsatzwachstum betrug gerade einmal 4% gegenüber dem Vorjahr, wohingegen es noch in der vorangegangenen Ausgabe bei 11% lag. Für neue Clubs dürfte es angesichts der Umsatzlücke von 43,3 Millionen Euro zwischen dem 10. und dem 11. Platz schwer sein, kurzfristig in die Top 10 aufzusteigen.“

Die Stärkung des britischen Pfunds um 10% gegenüber dem Euro verschaffte den englischen Clubs Auftrieb. Neun Premier League Clubs – und damit ein neuer Rekord – tummeln sich in den diesjährigen Top 20. Das ist einer mehr als in der Ausgabe des Vorjahres. Die Premier League dominiert mit 17 Clubs nun auch die Top 30.

Bridge erklärt: „Trotz enttäuschender Leistungen der Premier League Clubs in den jüngsten europäischen Wettbewerben nehmen sie in puncto Umsatz weiterhin eine führende Rolle ein. Angesichts der neuen Verhandlungen über die Übertragungsrechte, die weitaus höhere Einnahmen in der Saison 2016/17 generieren sollen, gehen wir davon aus, dass die englischen Clubs ihren Platz unter den Top 30 in den kommenden Jahren festigen werden. Deshalb liegt es nahe, dass einige von ihnen in die Top 20 aufsteigen könnten.“  (Deloitte/mc/ps)

Deloitte Football Money League – Top 20 Clubs

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Über die Deloitte Football Money League
Diese Mitteilung bezieht sich auf die Ergebnisse der im Januar 2016 veröffentlichten Deloitte Football Money League. Wie in der Veröffentlichung detailliert ausgeführt, beruhen die Umsatzzahlen für die Saison 2014/15 auf den Jahresabschlüssen des Unternehmens oder der Gruppe jedes Clubs und weiteren Quellen.  
Zur Ermittlung des relativen Vermögens oder des Wertes von Fussballclubs gibt es unterschiedliche Ansätze. Die Deloitte Football Money League orientiert sich am Umsatz, da die Umsatzzahlen leicht verfügbar sind und sich die finanzielle Performance auf dieser Grundlage gut vergleichen lässt.  
Sofern nicht ausdrücklich erwähnt, handelt es sich um Angaben ohne Steuern und Einnahmen aus Spielertransfers. In einigen wenigen Fällen wurden Anpassungen hinsichtlich der Zuordnung der veröffentlichten Zahlen vorgenommen, um eine nach Ansicht von Deloitte bessere, langfristige Vergleichbarkeit der Finanzdaten und Positionen der Fussballclubs zu ermöglichen.
Deloitte hat für diese Veröffentlichung die Informationen aus den Jahresabschlussberichten oder anderen Quellen der Clubs weder verifiziert noch geprüft.
Um einen internationalen Vergleich zu ermöglichen, wurden, wenn nicht anders angegeben, alle Finanzdaten der Saison 2014/15 zum Wechselkurs vom 30. Juni 2015 (1 GBP = 1,3145 Euro) umgerechnet. Die Vergleichsdaten stammen aus den vorherigen Ausgaben der Deloitte Football Money League oder aus anderen relevanten Jahresabschlüssen und weiteren Quellen.  
Im weiteren Verlauf des Jahres wird der Deloitte Annual Review of Football Finance veröffentlicht – eine detaillierte Analyse der Finanzlage englischer und europäischer Fussballclubs.
Alle Ergebnisse der Deloitte Football Money League finden Sie unter: www.deloitte.co.uk/sportsbusinessgroup

Über Deloitte in der Schweiz
Deloitte ist ein führendes Prüfungs- und Beratungsunternehmen in der Schweiz und bietet branchenspezifische Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Financial Advisory. Mit über 1‘400 Mitarbeitenden an den sechs Standorten Basel, Bern, Genf, Lausanne, Lugano und Zürich (Hauptsitz) betreut Deloitte Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Grösse aus allen Wirtschaftszweigen. Deloitte AG ist eine Tochtergesellschaft von Deloitte LLP, dem Mitgliedsunternehmen in Grossbritannien von Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL). Über DTTL sind deren Mitgliedsunternehmen mit über 225‘000 Mitarbeitenden in mehr als 150 Ländern vertreten.

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