Toyota erwartet mehr Gewinn – Chefwechsel für mehr Marge

Toyota erwartet mehr Gewinn – Chefwechsel für mehr Marge
Kenta Kon löst im April Koji Sato als Toyota-Konzernchef ab. (Foto: Toyota)

Toyota – Der weltgrösste Autobauer Toyota hat nach einem Rekordquartal im Verkauf seinen Gewinnausblick angehoben und tauscht überraschend den Chef aus. Die Japaner wollen im laufenden Geschäftsjahr (Ende März) nun 3,8 Billionen Yen (20,5 Mrd Euro) operativen Gewinn erwirtschaften, das sind 0,4 Billionen mehr als bisher, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Analysten hatten hingegen noch etwas mehr auf dem Zettel. Zugleich macht der VW -Rivale den bisherigen Finanzvorstand Kenta Kon ab April zum Unternehmenschef.

Grund für den Chefwechsel sei unter anderem eine geplante Verbesserung der Profitabilität des Konzerns – hier stünden dringende Massnahmen an, hiess es von Toyota. Kon solle die gesamte Wertschöpfungskette ins Auge nehmen. Der Manager löst den seit 2023 amtierenden Koji Sato ab, der andere Aufgaben im Konzern übernimmt und die Zusammenarbeit mit Zulieferern und in der Branche insgesamt forcieren soll.

Operativer Gewinn in Nordamerika gesteigert
Toyota verdiente von Oktober bis Dezember im Tagesgeschäft 1,19 Billionen Yen und damit fast so viel wie ein Jahr zuvor – trotz Zollbelastungen vor allem auf dem US-Markt von rund 300 Milliarden Yen. Auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt steigerte Toyota gar den operativen Gewinn. Im Heimatmarkt Japan hingegen sank das Ergebnis trotz gestiegenen Verkäufen. Unter dem Strich ging der Nettogewinn insgesamt wegen Sonderfaktoren um über 40 Prozent auf 1,26 Billionen Yen zurück. Der Umsatz stieg um knapp neun Prozent auf 13,5 Billionen Yen.

Im vergangenen Quartal hatte Toyota wie bereits bekannt den Absatz um drei Prozent auf 2,5 Millionen Fahrzeuge gesteigert. Inklusive nicht konsolidierter Gemeinschaftsunternehmen lieferten die Japaner fast drei Millionen Fahrzeuge an Kunden aus, ein leichtes Plus von 1,4 Prozent. Damit festigte Toyota seinen Vorsprung vor dem VW-Konzern als zweitgrösstem Autokonzern, der nur auf knapp 2,4 Millionen Auslieferungen kam und damit ein Minus von fast fünf Prozent hinnehmen musste. (awp/mc/pg)

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