Toyota streicht Gewinn-Prognose drastisch zusammen

Akio Toyoda
Toyota-Konzernchef Akio Toyoda.

Toyota-Konzernchef Akio Toyoda.

Tokio – Der gebeutelte japanische Autokonzern Toyota hat seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr wegen der Flut in Thailand drastisch zusammengestrichen. Der Überschuss für das noch bis Ende März 2012 laufende Geschäftsjahr werde um 54 Prozent auf 180 Milliarden Yen (rund 1,73 Milliarden Euro) sinken, teilte Toyota mit. Damit verfehlt der Autobauer sein bisheriges Gewinnziel von 390 Milliarden Yen, das der Konzern im August ausgegeben hatte.

Wegen der unabsehbaren Folgen der Flutkatastrophe in Thailand hatte Toyota bei der Vorlage der Halbjahresbilanz im November noch darauf verzichtet, eine neue Prognose für das Gesamtjahr abzugeben. Jetzt rechnet der Konzern damit, dass der Umsatz sich auf 18,2 Billionen Yen belaufen dürfte. Im August waren noch 19 Billionen Yen in Aussicht gestellt worden. Das operative Ergebnis dürfte um 56 Prozent auf 200 Milliarden Yen einbrechen.

Tsunami, starker Yen und Flutkatastrophe in Thailand
Im ersten Halbjahr war der Gewinn drastisch gesunken, Produktionsausfälle und der starke Yen waren der Grund. Zunächst hatten millionenfache Rückrufe sowie der von dem Erdbeben ausgelöste Tsunami im März Toyota enorme Produktionsausfälle und Absatzprobleme eingebrockt. Die Lage hatte sich zwar zunehmend normalisiert, doch dann kamen der starke Yen sowie die Flutkatastrophe in Thailand hinzu. In mehreren Ländern, darunter in den USA, Indonesien und den Philippinen, musste Toyota die Produktion wegen Teilemangels kürzen. Inzwischen bekommt Toyota die Lage vor Ort wieder in den Griff. (awp/mc/pg)

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