United Technologies überrascht mit mehr Gewinn

Louis Chenevert

United Technologies-CEO Louis Chenevert.

Hartford – Der US-Mischkonzern United Technologies hat auch im zweiten Quartal von Zukäufen und dem Umbau des Unternehmens profitiert. Überraschend legte der Gewinn ebenso zu wie der Umsatz. Angesichts der weiter anziehenden Bestellungen habe der Konzern gute Chancen, im zweiten Halbjahr beim Umsatz auch wieder aus eigener Kraft zu wachsen, sagte Vorstandschef Louis Chenevert am Dienstag.

Zwischen April und Ende Juni steigerte der Hersteller von Otis-Aufzügen und Pratt-&-Whitney-Triebwerken seinen Umsatz um 16 Prozent auf 16,0 Milliarden US-Dollar. Ohne die Übernahmen der jüngeren Vergangenheit hätten die Erlöse aber stagniert. Der Gewinn legte unter dem Strich um sechs Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar zu und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die mit einem Rückgang gerechnet hatten. Der Umsatz enttäuschte die Erwartungen hingegen leicht.

Umsatzprognose für Gesamtjahr zurückgenommen
Vorstandschef Chenevert kappte nun seine Umsatzprognose für das laufende Jahr von bis zu 65 Milliarden auf nur noch 64 Milliarden US-Dollar. Für den Gewinn ist der Manager hingegen optimistischer. Der Gewinn je Aktie (EPS) dürfte im Gesamtjahr zwischen 6,00 und 6,15 Dollar erreichen. Zuvor hatte das Mindestziel lediglich bei 5,85 Dollar gelegen.

Konzernumbau abgeschlossen
Mit dem Verkauf des Raketentriebwerks-Spezialisten Rocketdyne im Juni sei der Umbau des Konzerns abgeschlossen, sagte Chenevert. Daneben hatte sich United Technologies aber auch verstärkt, etwa mit der Übernahme des Luftfahrtzulieferers Goodrich. Für das Gesamtjahr rechnet Chenevert nun mit Umbaukosten in Höhe von geschätzt 450 Millionen Dollar – 100 Millionen mehr als zuletzt veranschlagt. Die Mehrbelastung soll aber durch positive Einmaleffekte wieder ausgeglichen werden. (awp/mc/ps)

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