US-Krankenhausbetreiber HCA geht an die Börse

Richard Bracken

HCA-CEO Richard Bracken.

Nashville – Der Börsengang des grössten US-Krankenhausbetreibers HCA bringt Milliarden ein. In einem ersten Schritt fliessen knapp 3,8 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am späten Mittwoch (Ortszeit) in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee mitteilte. In den kommenden Tagen könnten weitere knapp 600 Millionen Dollar folgen. HCA betreibt 164 Krankenhäuser und 106 Operationszentren in den Vereinigten Staaten und in Grossbritannien.

Eine Gruppe von Finanzinvestoren um KKR, Bain Capital und Merrill Lynch (mittlerweile Teil der Bank of America ) hatte den Krankenhausbetreiber 2006 für insgesamt 33 Milliarden Dollar geschluckt. Es war damals die grösste mit Schulden finanzierte Übernahme der US-Wirtschaftsgeschichte. Nun ist es nach Daten des Finanzdienstleisters Bloomberg der grösste von Finanzinvestoren gestemmte Börsengang aller Zeiten in den USA. HCA will seinen Teil der Einnahmen zur eigenen finanziellen Gesundung einsetzen und zu aller erst die drückende Schuldenlast abtragen. Wie bei derartigen Übernahmen üblich, hatten die Finanzinvestoren der gekauften Firma die Kredite aufgebürdet. Das Konsortium hält auch nach dem Börsengang noch ein grosses Aktienpaket. (awp/mc/ss)

HCA Hospital Corporation of America

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