US Steel auch im ersten Quartal mit Verlust

John Surma

John Surma, CEO US Steel.

Pittburgh – Der Stahlkonzern United States Steel ist auch zu Jahresbeginn nicht aus den roten Zahlen gekommen. Unter dem Strich stand noch ein Minus von 86 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag in Pittsburgh mitteilte. Vor einem Jahr lag der Verlust noch bei 157 Millionen Dollar, im Vorquartal sogar bei fast 250 Millionen Dollar.

Nach wie vor steckt vor allem das Geschäft mit Flachstahl, das zum Beispiel beim Autobau gebraucht wird, tief in den roten Zahlen. Neben dem operativen Verlust wurde das Ergebnis durch eine Neubewertung von konzerninternen Darlehen belastet. Anleger reagierten enttäuscht, die Aktie verlor vorbörslich mehr als 1,5 Prozent.

Kräftiges Absatz- und Umsatzplus
Immerhin legten Absatz und Umsatz kräftig zu. Dabei profitierte US Steel von der anziehenden US-Wirtschaft. Das lässt die Stahlnachfrage und damit die Preise steigen. Die US-Stahlbranche war von der Wirtschaftskrise und besonders vom Absturz der US-Autobauer schwer getroffen worden. Seitdem kämpfen die Unternehmen um die Rückkehr in die Gewinnzone. Der kleinere Konkurrent AK Steel konnte sein Ergebnis derweil im ersten Quartal auf 8,7 Millionen Dollar steigern.

Q2: Rückkehr in Gewinnzone angepeilt
Für das zweite Quartal zeigte sich das Management von US Steel optimistisch. Angesichts der weiteren Erholung des US-Stahlmarktes will das Unternehmen dann endlich wieder einen Gewinn erzielen. Allerdings gibt es schon wieder Rückschläge. So hätten einige Autokunden ihre Produktion infolge der Naturkatastrophe in Japan gedrosselt, sagte Vorstandschef John Surma. (awp/mc/ps)

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