USA: Empire-State-Index signalisiert überraschend Wachstum

US-Konjunktur
(Foto: Jiri Hera - Fotolia.com)

New York – Die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York hat sich im November stärker als erwartet verbessert und signalisiert entgegen den Erwartungen von Experten wieder Wachstum. Der Empire-State-Index stieg von minus 6,8 Punkten im Vormonat auf plus 1,5 Zähler, wie die regionale Notenbank mitteilte. Der Indikator signalisiert damit erstmals sei Juli wieder Wachstum. Analysten hatten lediglich eine Verbesserung des Indikators auf minus 2,5 Punkte erwartet.

Der Empire-State-Index misst die Geschäftstätigkeit der Industrie im Staat New York. Als Frühindikator gibt er Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung in den USA. Er ist im Vergleich zu anderen Indikatoren aber schwankungsanfällig. Der Index wird durch Befragungen von Unternehmensvertretern ermittelt. Abgefragt werden unter anderem die Lagerbestände, Preise, Auftragseingänge und Absatzzahlen. Ein Wert unter Null Punkten signalisiert ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivität. Positive Werte weisen dagegen auf Wachstum hin.

Schwächster Rückgang der Einfuhrpreise seit über zwei Jahren
In den USA sind die Preise für importierte Güter so schwach gefallen wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Nach Zahlen des US-Handelsministeriums vom Dienstag gingen die Einfuhrpreise im Oktober zum Vorjahresmonat um 0,2 Prozent zurück. Das ist der schwächste Rückgang seit Juli 2014. Analysten hatten einen Preisrückgang um 0,3 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich stiegen die Einfuhrpreise um 0,5 Prozent. Das war etwas mehr als der im Mittel erwartete Anstieg von 0,4 Prozent. Der Preisauftrieb im Monatsvergleich ist zum einen auf steigende Rohölpreise zurückzuführen. Dagegen gingen die Einfuhrpreise von Nahrungsmitteln zurück.

Einzelhandelsumsatz steigt stärker als erwartet
Derweil sind die Umsätze im US-Einzelhandel im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent gesteigen. Analysten hatten im Mittel mit einem Zuwachs von 0,6 Prozent gerechnet. Der Anstieg im Vormonat wurde deutlich von zunächst 0,6 auf 1,0 Prozent nach oben korrigiert. Ohne die schwankungsanfälligen Autoverkäufe stiegen die Umsätze im Oktober wie die Gesamtumsätze um 0,8 Prozent. Auch dies übertraf die Markterwartungen. Der Zuwachs im Vormonat wurde in dieser Abgrenzung ebenfalls nachträglich nach oben gesetzt. Er betrug 0,7 Prozent anstatt 0,5 Prozent.

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