USA: Empire-State-Index steigt überraschend stark

Konjunktur USA

New York – Die Stimmung des Verarbeitenden Gewerbes im US-Bundesstaat New York hat sich im Januar überraschend stark aufgehellt. Der Empire-State-Index sei von revidiert 2,22 Punkten im Vormonat auf 12,51 Zähler gestiegen, teilte die regionale Vertretung der US-Notenbank am Mittwoch in New York mit. Dies ist der beste Wert seit Mai 2012.

Ökonomen hatten mit einem deutlich geringen Anstieg des Stimmungsindikators auf plus 3,50 Punkte gerechnet. Ursprünglich hatte die Notenbank für Dezember einen Indexstand von 0,98 Punkten gemeldet. Der Empire-State-Index misst die Geschäftstätigkeit des produzierenden Gewerbes im Staat New York. Ein Indexstand über Null deutet einen Anstieg der Aktivität an.

Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet
In den USA hat der Preisauftrieb auf Produzentenebene im Dezember spürbar angezogen. Wie das amerikanische Arbeitsministerium mitteilte, stieg die Inflationsrate von 0,7 Prozent im Vormonat auf 1,2 Prozent. Die Markterwartungen wurden um 0,1 Punkte übertroffen. Im Monatsvergleich stiegen die Erzeugerpreise um 0,4 Prozent. Die Kernrate, die schwankungsanfällige Komponenten wie Lebensmittel und Energie ausblendet, erhöhte sich um 0,1 Punkte auf 1,4 Prozent. Im Monatsvergleich stieg der Kernindex um 0,3 Prozent.

Die Erzeugerpreise sind für gewöhnlich ein zuverlässiger vorlaufender Indikator für die Inflation auf Verbraucherebene. Diese spielt für die Geldpolitik der US-Notenbank eine grosse Rolle. Der gegenwärtig schwache Preisauftrieb gilt als eine der Hauptsorgen der Federal Reserve. Insoweit dürften stärker steigende Erzeugerpreise für Erleichterung sorgen und dem Kurs der Fed, die ihre Anleihekäufe im laufenden Jahr schrittweise zurückzufahren will, in die Karten spielen. (awp/mc/pg)

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