USA: Konsumausgaben steigen weiter

Konjunktur USA

Washington – Die Konsumausgaben der privaten Haushalte in den USA sind im Dezember weiter gestiegen, ihre Einkommen stagnierten jedoch. Wie das Handelsministerium mitteilte, lagen die Ausgaben 0,4 Prozent höher als im Vormonat. Der Anstieg fiel damit doppelt so stark wie erwartet aus. Zudem wurde der Zuwachs im Vormonat leicht um 0,1 Punkte auf 0,6 Prozent angehoben. Die Einkommen verharrten indes auf ihrem Vormonatsniveau, was unterhalb der Markterwartungen lag.

Die jährliche Inflationsrate, gemessen am Preisindex für die Konsumausgaben PCE, erhöhte sich um 0,2 Punkte auf 1,1 Prozent. Der Kernindex, der schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Lebensmittel ausblendet und von der US-Notenbank Fed besonders beachtet wird, stieg um 0,1 Punkte auf 1,2 Prozent. Der Preisauftrieb bleibt damit trotz anziehender Konjunktur ungewöhnlich schwach, was der Federal Reserve seit längerem Kopfzerbrechen bereitet.

Chicago-Einkaufsmanagerindex sinkt schwächer als erwartet
Die Stimmung der Einkaufsmanager in der US-Region Chicago hat sich im Januar schwächer eingetrübt als von Experten erwartet. Der entsprechende Indikator fiel nach Angaben der regionalen Einkaufsmanagervereinigung von 60,8 Punkten im Vormonat auf 59,6 Zähler. Analysten hatten einen stärkeren Rückgang auf 59,0 Punkte erwartet. Der Frühindikator hält sich damit aber weiter deutlich über der wichtigen Marke von 50 Punkten, die wirtschaftliche Belebung signalisiert.

Arbeitskostenindex steigt stärker als erwartet
Ausserdem sind im vierten Quartal die Arbeitskosten im vierten Quartal stärker als erwartet gestiegen. Der entsprechende Index sei um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal geklettert, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Im dritten Quartal waren die Arbeitskosten um 0,4 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten in den Monaten Oktober bis Dezember erneut mit einem Zuwachs in dieser Grössenordnung gerechnet. (awp/mc/pg)

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