USA: Philly-Fed-Index hellt sich überraschend stark auf

US-Konjunktur
(Foto: Jiri Hera - Fotolia.com)

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Philadelphia – In den USA hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im März überraschend stark aufgehellt. Der Index der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) sei von minus 2,8 Punkten im Vormonat auf plus 12,4 Punkte gestiegen, teilte die Zentralbank am Donnerstag mit.

Volkswirte hatten nur mit einem leichten Anstieg auf minus 1,5 Zähler gerechnet. Der Stimmungsindikator liegt damit erstmals seit vergangenen August wieder über der Expansionsschwelle von null Punkten. Der Philly-Fed-Index misst die wirtschaftliche Aktivität in der Region Philadelphia. Ein Wert über null Punkten deutet auf eine Expansion der Wirtschaftsaktivität hin, ein Wert unter null signalisiert einen Rückgang.

Etwas weniger Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe als erwartet
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind etwas schwächer gestiegen als erwartet. In der vergangenen Woche legten sie um 7000 auf 265’000 zu. Der aussagekräftigere Vierwochenschnitt stieg um 750 auf 268’000 Anträge.

Höheres Leistungsbilanzdefizit
Das Defizit in der US-Leistungsbilanz fiel im vierten Quartal letzten Jahres höher aus als erwartet. Der Fehlbetrag habe 125,3 Milliarden Dollar betragen, teilte das US-Handelsministerium mit. Bankvolkswirte hatten im Mittel ein Minus von 118,0 Milliarden Dollar erwartet. Das Defizit für das dritte Quartal wurde von ursprünglich 124,1 Milliarden auf 129,9 Milliarden Dollar korrigiert.

Die USA haben ein chronisches Defizit in ihrer Leistungsbilanz, weil das Land seit vielen Jahren mehr konsumiert als es produziert. Um das Defizit zu finanzieren, sind hohe Kapitalzuflüsse notwendig. Die USA leben also aussenwirtschaftlich betrachtet ständig auf Pump. (awp/mc/pg)

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