Verkauf von T-Mobile USA geht vor Gericht

Randall Stephenson

AT&T-CEO Randall Stephenson.

Washington – Der US-Telekommunikationsriese AT&T lässt es bei der umstrittenen Übernahme von T-Mobile USA auf eine Gerichtsverhandlung ankommen. Ein Anwalt der Firma verzichtete am Mittwoch auf Vergleichsverhandlungen mit Vertretern des Justizministeriums, um möglichst schnell zu einer Entscheidung zu gelangen. Das Verfahren startet nun am 13. Februar und dürfte mehrere Wochen dauern.

Die Wettbewerbshüter im Ministerium wollen das 39 Milliarden Dollar schwere Geschäft verhindern und hatten Klage eingereicht. Sie fürchten, dass durch die Übernahme von T-Mobile USA die Preise steigen und der Service leidet. Durch das Geschäft, mit dem sich die Deutsche Telekom von ihrer Sorgentochter trennen will, schrumpft die Zahl der US-weit vertretenen Mobilfunkanbieter von vier auf drei. Das US-Justizministerium hat mit seinem Widerstand den Zeitplan von AT&T und der Telekom durcheinandergebracht. Eigentlich wollen sie die Übernahme bis zum März kommenden Jahres abschliessen. Es ist allerdings immer noch denkbar, dass sich AT&T zwischenzeitlich mit dem Justizministerium auf einen Kompromiss einigt. Dann müsste der Konzern aber wohl Zugeständnisse machen und etwa Kunden oder Funkfrequenzen abgeben. (awp/mc/ps)

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