VW mit kräftigem Absatzplus

Martin Winterkorn

VW-Konzernchef Martin Winterkorn.

Wolfsburg – Europas grösster Autobauer Volkswagen bleibt auf Rekordkurs: Mit einer kräftigen Absatzsteigerung im Mai hat der Konzern erstmals nach fünf Monaten die Drei-Millionen-Markt geknackt. Die weltweiten Auslieferungen stiegen von Januar bis Mai um 14,6 Prozent auf 3,37 Millionen Fahrzeuge. Das teilte der Autobauer am Freitag in Wolfsburg mit.

Allein der Mai brachte konzernweit einen Absatzschub von 17,4 Prozent auf 708 900 Autos. «Wir sind mit dem Verlauf der ersten fünf Monate dieses Jahres sehr zufrieden», sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler.

Boom-Region Asien-Pazifik
Anhaltend hohe Zuwächse verzeichnet der Konzern im Raum Asien- Pazifik – allein im grössten Einzelmarkt China wuchs der Absatz von Januar bis Mai um 18,4 Prozent auf 921 100 Einheiten. Volkswagen-Chef Martin Winterkorn will in China in diesem Jahr mehr als 2,2 Millionen Autos verkaufen. Ein Riesenplus erreicht Volkswagen auch wieder im Wachstumsmarkt Indien, wo die Auslieferungen auf 46 200 stiegen nach 13 500 im Vorjahr. Im wichtigen US-Automarkt erreichte VW einen Anstieg der Absatzzahlen von 18,5 Prozent auf 172 400 Autos. Auch im Heimatmarkt Deutschland nehmen die Verkäufe wieder zu – von Januar bis Mai um 8,7 Prozent auf 475 100 Auslieferungen. Nach der Abwrackprämie in der Krise 2009 hatte der deutsche Autoabsatz zuletzt stark gelitten.

Auch Audi wiederum mit kräftigen Zuwächsen
Neben der Marke Volkswagen, die in den ersten fünf Monaten weltweit erstmals über zwei Millionen Autos auslieferte (plus 12,2 Prozent), konnte auch Audi wieder kräftige Zuwächse verbuchen. Die Ingolstädter Premiummarke lieferte 535 400 Autos aus, ein Plus von 17,5 Prozent. Die tschechische Tochter Skoda verkaufte von Januar bis Mai 373 400 Fahrzeuge, 21,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Das Sorgenkind des Konzerns, die spanische Tochter Seat, steigerte ihre Auslieferungen um 3,3 Prozent 152 500. Besonders gefragt waren zudem die leichten Nutzfahrzeuge von VW. Die Sparte steigerte ihre Verkäufe um 31,4 Prozent auf 213 0000 Einheiten.

VW und Porsche halten an Verschmelzung fest
VW strebt weiterhin eine Integration von Porsche in den Konzern an. «Unser klares gemeinsame Ziel ist und bleibt die Verschmelzung», sagte VW-Chef Martin Winterkorn, der in Personalunion auch die Porsche SE führt, am Freitag auf der Porsche-Hauptversammlung in Stuttgart. «Unter dem gemeinsamen Dach des integrierten Automobilkonzerns können wir unsere jeweiligen Stärken noch besser ausspielen.»

Zuversichtlicher Konzernchef
Ungeachtet der weiterhin bestehenden juristischen und steuerlichen Hürden hat die Porsche SE konkrete Schritte eingeleitet. Zum einen sei ein Verschmelzungsprüfer beim Landgericht Stuttgart bestellt worden. Zum anderen wurde für Mitte Dezember eine ausserordentliche Hauptversammlung für die Porsche SE terminiert, auf der die Zustimmung der Aktionäre für die Verschmelzung eingeholt werden könnte. Angesichts der aktuellen Verkaufserfolge beider Unternehmen zeigte sich Winterkorn für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich. Porsche und VW wollen beide in diesem Jahr ihren Absatz und Umsatz weiter steigern. «Die Voraussetzungen für Porsche und Volkswagen, auf Erfolgskurs zu bleiben und deutlich zu wachsen, sind gut», sagte Winterkorn.  (awp/mc/upd/ps)

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