WEF 2020: Schweiz bietet gute soziale Aufstiegschancen

WEF 2020: Schweiz bietet gute soziale Aufstiegschancen
Das WEF feiert 2020 in Davos sein 50-jähriges Jubiläum. (Copyright by World Economic Forum/Sandra Blaser)

Davos – Die Schweiz bietet laut einer neuen Studie des Weltwirtschaftsforums zur sozialen Mobilität gute Aufstiegschancen. Auf der Liste der Länder mit den besten sozialen Aufstiegschancen erreichte die Schweiz Platz 7 hinter den führenden skandinavischen Staaten und den Niederlanden. Das WEF stellte die Studie kurz vor Beginn seiner Jahrestagung in Davos vor.

Die besten Möglichkeiten für einen sozialen Aufstieg bieten dem Bericht zufolge die nordischen Länder: Dänemark, Norwegen, Finnland, Schweden und Island. Die Schweiz erreichte den siebten Platz in der Rangliste hinter den Niederlanden auf Platz 6.

In der Auswertung schafft Deutschland es als Elfter von 82 untersuchten Staaten nicht in die Top 10, schneidet unter den G7-Staaten aber am besten ab. Grösste Hürden für die soziale Mobilität in Deutschland sind demnach Ungleichheit bei Bildungschancen, mangelnder Zugang zu Technologie sowie Schwächen in der Lohngerechtigkeit.

Weltweit macht das WEF niedrige Löhne, mangelhafte Sozialsysteme und unzureichende Bildungschancen als grösste Barrieren für sozialen Aufstieg aus.

Soziale Mobilität gut für Volkswirtschaften
Vor allem die grossen Volkswirtschaften China, USA, Indien, Japan und Deutschland könnten nach Einschätzung des WEF enorm von sozialer Mobilität profitieren. Die globale Wirtschaft würde jedes Jahr um mehrere Hundert Milliarden Euro wachsen, so die Organisation.

Das WEF untersuchte fünf Bereiche, die zentral seien, um gleiche Aufstiegschancen zu schaffen: Gesundheit, Bildung, Technologie, Arbeit sowie Schutz und Institutionen. Die Organisation forderte, vor allem faire Löhne, sozialen Schutz, und die Möglichkeit zum lebenslangen Lernen sowie bessere Arbeitsbedingungen.

„Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen von Ungleichheit sind tiefgreifend und weitreichend“, sagte WEF-Gründer Klaus Schwab einer Mitteilung zufolge. Er nannte unter anderem ein wachsendes Gefühl der Ungerechtigkeit und sinkendes Vertrauen in Institutionen.

„Konzerne und Regierung müssen darauf mit gemeinsamen Anstrengungen antworten, um neue Wege für die sozioökonomische Mobilität zu finden und sicherzustellen, dass jeder faire Erfolgschancen hat.“ (awp/mc/ps)

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