Florian Dillinger, VRP Matador Secondary Private Equity AG, im Interview

Florian Dillinger
Florian Dillinger, VRP Matador Secondary Private Equity AG. (Foto: zvg)

von Bob Buchheit

Moneycab.com: Herr Dillinger, Sie hatten beim Börsenabsturz in der ersten Coronawelle ordentlich zugekauft, taten Sie das auch in den ersten Tagen nach der Invasion der Ukraine?

Florian Dillinger: Die Matador baut ihr Portfolio ja kontinuierlich weiter aus. Seit Ausbruch der Invasion in der Ukraine sehen wir aber deutlich bessere Einstiegskurse, welche wir wie auch schon in 2020 nach der ersten Coronawelle stark für neue Investments nutzten werden.

Die Ernte im 2021 war für Matador reichhaltig, wie sehen Sie nach dem ersten Quartal das 2022?

Das erste Quartal verlief hervorragend, und wir gehen davon aus, unser Gewinnziel 2022 zu erreichen. Volatile Zeiten an den Kapitalmärkten kommen uns immer sehr entgegen.

Wird bis Ende Jahr die Umschichtung von Investments ausserhalb des Kernbereichs in PE-Secondaries vollständig abgeschlossen sein?

Die Umschichtung von Investments ausserhalb des Kernbereichs ist mittlerweile abgeschlossen und die Konzentration auf Secondary Private Equity wurde ja auch durch die auf der Generalversammlung beschlossene Namensumbenennung von Matador Partners in Matador Secondary Private Equity bekräftigt.

«Die Umschichtung von Investments ausserhalb des Kernbereichs ist mittlerweile abgeschlossen.»
Florian Dillinger, VRP Matador Secondary Private Equity AG

Werden Schwellenländer bei Ihren Fonds-Investitionen weiter ein Schattendasein fristen?

Ja, es gibt unter Chancen-/Risikogesichtspunkten nur wenig Argumente oder Ausnahmen für Private Equity Investments in Schwellenländern.

Die Finanzverbindlichkeiten der Matador Secondary Private Equity bestehen im Wesentlichen aus einer Anleihe. Wäre eine Neuauflage denkbar?

Selbstverständlich wäre zum gegebenen Zeitpunkt eine Neuauflage denkbar.

Dazu gerne die Folgefrage: Per 31.12.2021 steht ein genehmigtes Kapital in Höhe von 3’836’475 CHF zur Verfügung. Wann wird es eingesetzt?

Rund die Hälfte davon wird in den nächsten 12 Monaten für neue Investments eingesetzt werden.

In welcher Grössenordnung liegen die Finanzierungszusagen, die Sie auf ihre Private Equity Fonds im Jahr einschiessen müssen?

Rund 15 Millionen Franken – dies entspricht auch in etwa den erwarteten Ausschüttungen.

Rechnen Sie für die nächsten Jahre auch mit zweistelliger Rendite?

Ja, wir streben 12% Rendite an und gehen auch davon aus, diese in 2022 zu erreichen.

Von der Matador Secondary Private Equity AG gibt es Inhaber- und Namenaktien. Ich nehme an, eine Einheitsaktie wird so schnell nicht zur Diskussion stehen?

Ganz genau – es wird weiterhin Inhaber- und Namenaktien geben.

«Unsere Beteiligung Alpha Russia & CIS Secondary wurde auf einen einzigen Franken abgeschrieben.»

Was geschieht mit Ihrer Beteiligung Alpha Russia & CIS Secondary?

Diese ist bereits auf einen einzigen Franken abgeschrieben.

Matador Partners ist in Europa stark in Nordeuropa investiert. Was macht Skandinavien so interessant?

Skandinavien ist neben den USA und Grossbritannien der am längsten etablierte Markt für Private Equity Investments mit zahlreichen, hervorragenden Managern. Auch haben die skandinavischen Länder in der Regel nicht mit dem hohen Verschuldungsproblem der südeuropäischen Länder zu kämpfen und sind generell solider aufgestellt. Insbesondere mit dem Manager eQ verbindet uns dort eine lange, sehr erfolgreiche Geschäftsverbindung.

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