Mark Rüegg, CEO CelsiusPro, im Interview

Mark Rüegg, CEO CelsiusPro, im Interview
Mark Rüegg, CEO CelsisusPro. (Foto: CelsisuPro)

von Patrick Gunti

Ein starker El Niño trifft auf ohnehin ungewöhnlich warme Ozeane und eine Welt, die bereits deutlich vom Klimawandel geprägt ist. Für Unternehmen, Versicherer und Staaten werden Wetterextreme damit zunehmend zum finanziellen und operativen Risiko. CelsiusPro-CEO Mark Rüegg erklärt im Interview, weshalb historische Daten für die Risikobeurteilung an Aussagekraft verlieren und wie parametrische Versicherungen dank klar definierter Messwerte rasch und unbürokratisch Schutz bieten können. Zudem spricht er über Satellitendaten, die wachsende Nachfrage nach Klimarisikolösungen, Ineffizienzen der Versicherungsbranche und öffentlich-private Modelle, die auch besonders gefährdeten Regionen Zugang zu Absicherung ermöglichen sollen.

Moneycab.com: Herr Rüegg, die WMO erwartet für die kommenden Monate einen sehr starken El Niño. Was macht dieses Ereignis aus Sicht eines Klimarisiko-Spezialisten besonders – und welche wirtschaftlichen Folgen bereiten Ihnen derzeit am meisten Sorgen?

Mark Rüegg: Dieser El-Niño-Zyklus ist nicht nur aufgrund seiner Stärke bemerkenswert. Er trifft gleichzeitig auf aussergewöhnlich warme Ozeane und auf ein Klima, das bereits stark von der globalen Erwärmung geprägt ist. Für Unternehmen, Versicherer und Regierungen bedeutet dies ein höheres Mass an Unsicherheit als bei einem typischen El-Niño-Ereignis. Die Folgen davon sehen wir weltweit. Aus Sicht des Klimarisikos liegt die zentrale Herausforderung nicht allein in den physischen Ereignissen selbst, sondern vor allem in den finanziellen Konsequenzen, die daraus entstehen. Extreme Niederschläge, Dürren, Hitzestress und Überschwemmungen können die landwirtschaftliche und industrielle Produktion beeinträchtigen, Verkehrs- und Transportnetze unterbrechen, Energiesysteme unter Druck setzen und zu stärkeren Schwankungen an Rohstoffmärkten und entlang globaler Lieferketten führen. Für viele Organisationen können diese indirekten Auswirkungen ebenso bedeutend sein wie die unmittelbar entstandenen Schäden.

Genau hier sehen wir eine wachsende Nachfrage nach Lösungen für Klimarisiken. Unternehmen möchten zunehmend besser verstehen, wie wetterbedingte Ereignisse ihre Umsätze und Kosten beeinflussen und wie sich die daraus entstehenden Risiken übertragen oder reduzieren lassen. Letztlich führt uns El Niño vor Augen, dass Klimarisiken längst nicht mehr nur eine Umweltfrage sind. Sie sind zu einem finanziellen und operativen Risiko geworden, das Unternehmen, Regierungen und Gesellschaften gleichermassen betrifft. Deshalb wird es immer wichtiger, mit den uns zur Verfügung stehenden Instrumenten Resilienz aufzubauen, beispielsweise durch Daten, Modellierung und innovative Mechanismen zum Risikotransfer.

El Niño ist ein natürliches Klimaphänomen. Was verändert sich aber, wenn ein starker El Niño auf eine Welt trifft, die sich durch den Klimawandel bereits deutlich erwärmt hat?

Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass El Niño heute nicht mehr innerhalb desselben Klimasystems auftritt wie noch in früheren Jahrzehnten. In der Vergangenheit konnten sich Unternehmen und Versicherer bei der Einschätzung möglicher Auswirkungen stark auf historische Erfahrungswerte stützen. Daher stammen auch die klassischen Modellierungsszenarien für Ereignisse, die statistisch einmal in 50 oder einmal in 250 Jahren auftreten. Heute führen steigende Temperaturen und wärmere Ozeane dazu, dass historische Daten weniger verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen sind. Für Risikomanager entsteht daraus eine doppelte Herausforderung. Sie müssen sowohl die natürliche Variabilität verstehen, die El Niño als Wetterphänomen mit sich bringt, als auch die langfristigen Klimatrends berücksichtigen, die seine Auswirkungen verstärken können. Dadurch nimmt die Unsicherheit hinsichtlich Häufigkeit und Schwere möglicher Schäden zu. Gleichzeitig gewinnen Risikomodellierung, Klimaanalysen und innovative Formen des Versicherungsschutzes weiter an Bedeutung.

«Letztlich führt uns El Niño vor Augen, dass Klimarisiken längst nicht mehr nur eine Umweltfrage sind. Sie sind zu einem finanziellen und operativen Risiko geworden, das Unternehmen, Regierungen und Gesellschaften gleichermassen betrifft.»
Mark Rüegg, CEO CelsiusPro

Welche Branchen und Regionen sind durch einen starken El Niño finanziell besonders exponiert – und wo sehen Sie derzeit die grösste Nachfrage nach Absicherung?

Am stärksten exponiert sind in der Regel Branchen, deren Erträge unmittelbar von Wetterbedingungen beeinflusst werden. Die Landwirtschaft ist ein naheliegendes Beispiel, aber auch die Energie- und Transportbranche, die Lebensmittelproduktion sowie rohstoffnahe Industrien können erheblich von veränderten Niederschlagsmustern, Dürreperioden oder extremen Temperaturen betroffen sein. Viele Industrien sind auch indirekt betroffen, wie zum Beispiel durch geringere Produktivität der Arbeiter*innen in der Textilindustrie oder durch unterbrochene Produktion bei Überschwemmungen in jeder Art von produzierendem Gewerbe. Die regionalen Auswirkungen unterscheiden sich deutlich. El Niño beeinflusst Wettersysteme weltweit auf unterschiedliche Weise und kann je nach Region sowohl Dürren als auch Überschwemmungen verursachen. Was wir jedoch beobachten, ist eine wachsende Nachfrage von Organisationen, die wesentlich gegenüber Klimavariabilität und Klimarisiken exponiert sind. Unternehmen suchen zunehmend nach Lösungen, die finanzielle Planungssicherheit schaffen und bei Eintritt klar definierter Wetterereignisse einen schnellen Zugang zu Liquidität ermöglichen. Besonders ausgeprägt ist diese Nachfrage dort, wo klimabedingte Störungen unmittelbare Auswirkungen auf Umsätze oder Betriebsabläufe haben können.

Sie haben in einem Gespräch mit «The Insurer» gesagt, CelsiusPro bekämpfe zwei globale Probleme: die finanziellen Folgen des Klimawandels und die Ineffizienz der Versicherungsindustrie. Bleiben wir zunächst beim Geschäftsmodell: Was passiert konkret, wenn ein Unternehmen mit einem Klimarisiko zu CelsiusPro kommt?

Der Underwriting-Prozess beginnt damit, die individuelle Risikoexposition des Kunden zu verstehen. Jedes Unternehmen ist Klimarisiken auf unterschiedliche Weise ausgesetzt. Deshalb analysieren wir, wie Faktoren wie Temperatur, Niederschlag oder Wind Betriebsabläufe, Umsätze und Kosten beeinflussen. Anschliessend identifizieren wir messbare Variablen, die als Grundlage für eine passende Risikotransferlösung dienen können. CelsiusPro verbindet Risikomodellierung, Versicherungsexpertise und Technologie, um parametrische Versicherungslösungen zu entwickeln, die gezielt auf diese Risiken zugeschnitten sind. Im parametrischen Modell, das wir anbieten, müssen Auszahlungen nicht auf einer klassischen Schadenbeurteilung basieren. Stattdessen können sie an objektive Messwerte und vorab definierte Auslösekriterien geknüpft werden. Unser Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, Klimarisiken wirksamer zu steuern und Versicherungen zugleich schneller, transparenter und effizienter zu machen.

Welche Rolle übernimmt CelsiusPro? Sind Sie Technologieanbieter, Risikomodellierer, Versicherungsvermittler oder Produktentwickler?

Die kurze Antwort lautet: Wir verbinden Elemente aus all diesen Bereichen. CelsiusPro bewegt sich an der Schnittstelle von Klimarisikoexpertise, Risikomodellierung, Versicherung und Technologie. Wir bieten grundsätzlich drei Dienstleistungen: Underwriting, Technologie und Beratung. Im Underwriting zeichnen wir Klima- und Naturkatastrophenrisiken. Unsere Technologie hilft Versicherungsmaklern die Kunden besser zu beraten und Versicherungen parametrische Produkte anzubieten und zu verwalten. Unsere Beratungsabteilung hilft Kunden komplexe Risiken und deren Zusammenhänge zu verstehen und analysiert verschiedene Lösungen. Unsere Rolle besteht darin, Versicherern, Brokern und Endkunden dabei zu helfen, Wetter- und Klimarisiken besser zu verstehen und wirksamer zu übertragen. Dabei treten wir nicht in Konkurrenz zum traditionellen Versicherungsmarkt, der über etablierte Vertriebsstrukturen und eine bestehende Nachfrage verfügt. Vielmehr unterstützen wir ihn mit spezialisierter Expertise und Technologie, die gezielt auf klimabezogene Risiken ausgerichtet sind.

«Unser Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, Klimarisiken wirksamer zu steuern und Versicherungen zugleich schneller, transparenter und effizienter zu machen.»

Das zentrale Instrument sind parametrische Versicherungen. Können Sie an einem einfachen Beispiel erklären, wie sich eine solche Deckung von einer klassischen Schadenversicherung unterscheidet?

Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass parametrische Versicherungen auf objektiven Messwerten basieren und nicht auf einer nachträglichen Schadenbewertung. Stellen wir uns zum Beispiel ein Hotel auf einer Karibikinsel vor. Trifft ein Hurricane auf die Insel hat das Hotel unter Umständen one Vielzahl von Schäden wie: Property Damage, Business Interruption (aufgrund des Property Damage können Zimmer nicht vermietet werden), Non-Damage business interruption (Touristen canceln aufgrund der Zerstörung der Insel oder kommen nicht auf die Insel weil der Flughafen geschlossen ist). Bei einer traditionellen Versicherungen muss der Schaden bemessen werden, d.h. ein Schadeninspektor analysiert and estimiert was die Versicherung bezahlt. Das passiert in der Regel mit einer langen Verzögerung des eigentlichen Schadens und mehrere Schadenelemente sind in traditionellen Versicherungen nicht gedeckt.

Die parametrische Versicherung ersetzt einen grossen Teil dieser Unsicherheit durch einen im Voraus klar definierten Auslöser. Dadurch wird der gesamte Prozess schneller, transparenter und leichter nachvollziehbar und eine Auszahlung ist in der Regel innert 10-15 Tagen nach dem Ereignis ausbezahlt. Der vordefinierte Betrag wird ausbezahlt, ohne dass das Hotel eine detaillierte Kosten/Schadenaufstellung beweisen muss, was innert 10-15 Tagen des Ereignisses auch kaufmännisch möglich ist.

Der Klimawandel erhöht in vielen Regionen die Häufigkeit oder Schwere bestimmter Extremereignisse. Macht das parametrische Versicherungen attraktiver – oder werden manche Risiken irgendwann schlicht zu teuer, um sie noch sinnvoll zu versichern?

In vielerlei Hinsicht trifft beides zu. Mit zunehmender Wettervolatilität suchen Unternehmen nach Lösungen, die mehr Planungssicherheit, Schnelligkeit und Transparenz bieten. Dadurch wird die parametrische Versicherung zunehmend attraktiv, da sie auf objektiven Daten und vorab definierten Auszahlungsmechanismen basiert. Gleichzeitig stellt der Klimawandel die Versicherbarkeit bestimmter Risiken zunehmend infrage. Wird die traditionelle Versicherungswirtschaft auch künftig in der Lage sein, bestimmte stark hochwassergefährdete Regionen zu versichern, oder müssen wir neu darüber nachdenken, wie Versicherungsschutz gestaltet werden kann, damit er weiterhin verfügbar bleibt? Genau deshalb gewinnt Innovation so stark an Bedeutung. Bessere Daten, anspruchsvollere Modelle und neue Strukturen für den Risikotransfer können dazu beitragen, den Zugang zu Versicherungsschutz aufrechtzuerhalten, auch wenn klimabedingte Herausforderungen komplexer werden. Unsere Mission basiert seit jeher auf der Überzeugung, dass der Klimawandel eine grundlegende Entwicklung ist, die neue Ansätze im Risikotransfer erfordert.

«Wird die traditionelle Versicherungswirtschaft auch künftig in der Lage sein, bestimmte stark hochwassergefährdete Regionen zu versichern, oder müssen wir neu darüber nachdenken, wie Versicherungsschutz gestaltet werden kann, damit er weiterhin verfügbar bleibt?»

Sie arbeiten teilweise mit Satellitendaten bis hinunter auf sehr kleine Raster. Wie viel genauer lassen sich Klimarisiken heute lokalisieren und bepreisen als noch vor einigen Jahren?

Fortschritte in der Satellitentechnologie, bei Klimadaten und in der Datenanalyse haben unsere Möglichkeiten, lokale Klimarisiken zu verstehen, erheblich verbessert. Heute können wir Wetterbedingungen mit einer Detailgenauigkeit bewerten, die noch vor wenigen Jahren nicht möglich war. Für parametrische Versicherungen ist diese zusätzliche Präzision besonders wertvoll, denn die Qualität eines Auslösemechanismus hängt unmittelbar von der Qualität der zugrunde liegenden Daten ab. Dass parametrische Versicherungen derzeit stark wachsen, liegt auch daran, dass die dafür notwendigen Technologien und Daten inzwischen ein deutlich höheres Reifegradniveau erreicht haben. Eine präzisere Risikobewertung ermöglicht eine bessere Produktgestaltung, eine angemessenere Preisgestaltung und schafft mehr Vertrauen bei Versicherern wie auch bei Versicherungsnehmern. Unsicherheit lässt sich zwar nie vollständig ausschliessen, aber Technologie hilft uns dabei, sie wesentlich effektiver zu steuern.

Sie sprechen gleichzeitig von erheblichen Ineffizienzen in der Versicherungsindustrie. Wo genau sehen Sie diese – bei der Risikoprüfung, der Administration, der Schadenabwicklung oder in veralteten IT-Systemen?

Ineffizienzen gibt es an mehreren Stellen entlang der Versicherungswertschöpfungskette. Ein besonders sichtbarer Bereich ist jedoch die Schadenbearbeitung. Manche bezeichnen sie sogar als das Schaufenster der Versicherung, weil sie der Teil ist, den der Kunde unmittelbar erlebt. Bei traditionellen Versicherungen sind häufig umfangreiche Prüfungen erforderlich, bevor eine Auszahlung erfolgen kann. Das führt zu Verzögerungen und verursacht für alle Beteiligten zusätzlichen administrativen Aufwand und Kosten. Parametrische Versicherungen setzen genau an einem Teil dieser Herausforderung an, indem sie objektive, datenbasierte Auslösekriterien anstelle klassischer Schadenregulierungsprozesse nutzen. Darüber hinaus profitiert die Versicherungsbranche insgesamt zunehmend vom stärkeren Einsatz von Technologie, Daten und Automatisierung im Underwriting, in der Administration und im Schadenmanagement. Unser Ziel ist es daher nicht nur, Klimarisiken besser versicherbar zu machen, sondern auch die Versicherungsprozesse insgesamt schneller und effizienter zu gestalten.

«Unser Ziel ist es daher nicht nur, Klimarisiken besser versicherbar zu machen, sondern auch die Versicherungsprozesse insgesamt schneller und effizienter zu gestalten.»

Versicherer verfügen über Kunden, Vertrieb und Risikokapital. Was liefert CelsiusPro, das sie selbst nicht oder nur mit grossem Aufwand leisten können?

Versicherer verfügen über grosse Stärken in den Bereichen Vertrieb, Kundenbeziehungen und Risikotragfähigkeit. CelsiusPro ergänzt diese Kompetenzen durch spezialisierte Expertise in Wetter- und Klimarisiken, fortschrittliche Risikomodellierung und eigens entwickelte Technologieplattformen. Da Klimarisiken zunehmend an Bedeutung gewinnen und gleichzeitig komplexer werden, profitieren Versicherer häufig von der Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern wie uns. Im MGA /Coverholder Model geben uns Versicherungen und Rückversicherer Risikokapazität damit wir Risiken in Ihren Namen zeichnen. Sie partnern mit Spezialisten, die durch Investitionen in Daten, Modellierungskapazitäten und klimaspezifisches Fachwissen einen Kompetitiven Vorteil erarbeitet haben.

Sie betonen, dass Klimarisiken zu gross seien, um sie von einem Unternehmen allein zu bewältigen, und sprechen von einem «Community Approach». Wer muss Teil dieser Gemeinschaft sein – Versicherer, Rückversicherer, Kapitalmärkte, Regierungen und internationale Organisationen – und welche Rolle will CelsiusPro darin künftig übernehmen?

Keine einzelne Organisation kann die Herausforderungen im Zusammenhang mit Klimarisiken allein bewältigen. Wirksame Lösungen erfordern die Zusammenarbeit von Versicherern, Rückversicherern, Brokern, Kapitalgebern, Regierungen, Entwicklungsorganisationen und internationalen Institutionen. Jeder dieser Akteure bringt unterschiedliche Fähigkeiten ein, sei es Kapital, Fachwissen, Vertrieb oder politische Unterstützung. Die Rolle von CelsiusPro besteht darin, diese Akteure miteinander zu verbinden. Wir verstehen uns als Enabler innerhalb eines breiteren Ökosystems, das daran arbeitet, die Resilienz zu stärken und den Schutz vor Wetter- und Klimarisiken auszuweiten. Dabei arbeiten wir unter anderem eng mit der deutschen und der britischen Regierung sowie mit verschiedenen gemeinnützigen und kommerziellen Organisationen zusammen, um unsere Lösungen in besonders klimaexponierten Regionen verfügbar zu machen.

Über die 2023 übernommene Global Parametrics verwaltet CelsiusPro den öffentlich-privaten Risikopool «Natural Disaster Fund». Hier bringen Sie staatliches Geld und privates Versicherungskapital zusammen, um Klimarisiken in ärmeren Ländern abzusichern. Ist dieses Public-Private-Modell die einzige Möglichkeit, Versicherungsschutz dort anzubieten, wo die Betroffenen die risikogerechte Prämie selbst gar nicht bezahlen könnten?

Öffentlich-private Partnerschaften gehören zu den wirksamsten Instrumenten, um bestehende Versicherungslücken in besonders vulnerablen Regionen zu schliessen. Durch die Kombination öffentlicher Mittel mit privatem Versicherungskapital kann Schutz ermöglicht werden, der andernfalls möglicherweise nicht finanzierbar oder gar nicht verfügbar wäre. Ich würde nicht sagen, dass dies das einzige Modell ist, denn unterschiedliche Märkte erfordern unterschiedliche Lösungen. Es handelt sich jedoch um einen bewährten Ansatz, um Kapital zu mobilisieren, den Zugang zu Versicherungsschutz auszuweiten und die Resilienz gegenüber klimabedingten Risiken zu stärken. In vielen Entwicklungsländern dürfte die Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Gebern und dem privaten Sektor auch künftig ein wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Risikotransferprogramme bleiben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert