Acronis: Tipps zur Virenabwehr im Netz in Zeiten des Coronavirus

Acronis: Tipps zur Virenabwehr im Netz in Zeiten des Coronavirus
Candid Wüest, Vice President Cyber Protect Research, Acronis

Schaffhausen – Die Coronavirus Pandemie beschäftigt die Schweiz zunehmend stärker. Das Land nähert sich in beängstigendem Tempo der Marke von 20‘000 Fällen. Neben der physischen Welt sammeln sich derzeit auch in der digitalen, in Email-Postfächern vermehrt gefährliche Viren an.

Varianten von Email-Scams gibt es derzeit zahlreiche, welche versuchen die Unsicherheit rund um COVID-19 auszunutzen. Cyberkriminelle machen sich die Panik und Ungewissheit der Leute zuhause zunutze um einen Profit zu ergaunern. Die Top 5 Email-Scams:

Falsche Spendenaufrufe (Fake Donations)
Unter dem Deckmantel von WHO, CDC und anderen Organisationen werden per gefälschten Emails zu Spenden aufgerufen, welche direkt in die Tasche der Cyberkriminellen wandern. Spenden Sie wenn möglich immer direkt über die originale Webseite z.B. www.who.int und ignorieren Sie Anfragen per Bitcoin Wallet in Emails.

Emails mit Malware
Viele Spam Emails versprechen News von offiziellen Stellen, ein Wunderheilmittel oder verlinken auf angebliche Infektionskarten. Seien Sie vorsichtig bei Emails welche Druck ausüben oder Sie auf unbekannte Webseiten locken. Aktivieren Sie keine Makros in unbekannten Dokumenten. Laden Sie sich keine angepriesenen Apps von unbekannten Webseiten herunter.

Als Beispiel, ein angebliches Email vom BAG nutzte folgenden Betreff um den Benutzer zum Öffnen des bösartigen Excel Anhangs zu ermutigen. «Schweiz Coronavirus Fälle: Finden Sie heraus, wie viele in Ihrer Nähe sind»

Erpressung Emails
Die Sextortion Emails von früher drohen nun damit Familienmitglieder mit dem neuen Coronavirus anzustecken. Das Passwort das als Beweis gegeben wird stammt aus alten Datenlecks. Zum Glück ist dies eine leere Drohung. Ignorieren Sie diese Fake Emails und ändern Sie das angegebene Passwort falls Sie es noch immer benutzen.

Gefälschtes Email vom Chef
Da viele Büroarbeiter momentan von zuhause aus arbeiten, fehlt häufig der direkte Kontakt zu den Bürokollegen und dem Chef. Cyberkriminelle nutzen dies aus um über ein Email mit gefälschtem Absender den Benutzer vorzugaukeln das der Manager eine dringende Überweisung tätigen möchte oder das man sich eine neue VPN Software installieren soll. Ähnliche Emails tarnen sich als Einladung zu Videokonferenzen oder Filesharing Plattformen. Fragen Sie persönlich nach, falls Ihr Chef ungewöhnliche Transaktion per Email ankündigt.

Falsche Darlehen
Anonyme Emails bieten angebliche Kredite zu tiefen Zinsen. Hier geht es den Kriminellen meistens um das Sammeln von privaten Daten. Wenden Sie sich immer direkt an bekannte Finanzinstitute wenn Sie einen Kredit benötigen. (Acronis/mc)

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