ADB verzeichnet weniger Gewinn und Umsatz

François Pogodalla

François Pogodalla, stellvertretender ADB-CEO.

Genf – Die Advanced Digital Broadcast Holdings SA (ADB) hat im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 356,6 Mio USD erzielt. Darin enthalten sei mit einem Umsatzbeitrag von 20 Mio USD der im Oktober des vergangenen Jahres getätigte Zukauf der Pirelli Broadband Solutions, die als ADB Broadband weitergeführt wird. Der Bruttogewinn sank auf 114,7 Mio USD, was einer tieferen Bruttomarge von 32,2 % entspricht. Der EBIT ging auf 17,7 Mio USD zurück, wie die Herstellerin von Set-Topboxen am Mittwoch schreibt.

Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 12,9 (15,3) Mio USD. Allerdings wurde der Gewinn des Vorjahres von einer einmaligen, nicht-cashwirksamen Goodwill-Abschreibung aus der Akquisition von Vidiom Systems im Umfang von 8,2 Mio USD belastet. Der Gewinn je Aktie lag bei 2,55 (2,76) USD. Mit den Geschäftzahlen hat der Technologiekonzern ADB die Markterwartungen mit dem Gewinn und dem EBIT übertroffen, aber mit dem Umsatz verfehlt. Im Durchschnitt (AWP-Konsens) hatten die Analysten mit einem Umsatz von 362,8 Mio USD, EBIT von 17,3 Mio USD und Reingewinn von 12,7 Mio USD gerechnet.

Starkes Wachstum erwartet
Für das Rechnungsjahr 2011 geht das Management von einem Umsatzwachstum um über 40% aus. Wachstumstreiber dürfte dabei der Bereich ADB Broadband sein. Die EBIT-Marge soll im mittleren einstelligen Prozentbereich zu liegen kommen. Im Jahr 2010 lag die EBIT-Marge bei 5%. Den Aktionären soll an der kommenden Generalversammlung die Ausschüttung einer Dividende vorgeschlagen werden. ADB will in Zukunft 30% und mehr des Gewinns an die Aktionäre ausschütten. (awp/mc/ss)

Pirelli Broadband Solutions

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