CODE_n CONTEST 2016: Schweizer Startups ziehen ins Finale ein

Ulrich Dietz
GFT-CEO Ulrich Dietz. (Foto: GFT)

Ulrich Dietz, CEO der GFT Technologies SE und Initiator von CODE_n. (Foto: GFT)

Stuttgart – 385 Bewerbungen wurden in den letzten Wochen sorgfältig unter die Lupe genommen. Die innovativsten Startups haben es nun ins Finale geschafft: 52 junge Unternehmen aus 11 Ländern greifen nach dem mit 30.000 Euro dotierten CODE_n Award. „Unsere Startup-Finalisten zeigen eindrucksvoll, wie man den digitalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts begegnet“, resümiert Ulrich Dietz, CEO der GFT Technologies SE und Initiator von CODE_n. „Von Israel über Deutschland bis in die USA, die jungen Unternehmen zeigen eine spannende Bandbreite digitaler Lösungen in den vier Wettbewerbsclustern Applied FinTechs, Connected Mobility, HealthTech und Photonics 4.0.“ Vom 20. bis 22. September 2016 präsentieren sich die Gründer während des CODE_n new.New Festivals im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe. Mit Biowatch und UrbanAlps haben es zwei Startups aus der Schweiz erfolgreich ins Finale geschafft. Bei der Award Show am Abend des 21. Septembers kürt die Jury den Gewinner. Schnell sein lohnt sich: Early-Bird-Tickets sind ab sofort erhältlich.

Neben den Startup-Finalisten aus Deutschland, Grossbritannien, den USA und Österreich sind die Schweiz und Spanien mit je zwei Startups vertreten. Aus den Ländern Dänemark, Niederlande, Israel, Italien und Türkei zieht jeweils ein Unternehmen ins Finale ein. Auch Unternehmensausgründungen bekannter Universitäten – wie Oxford oder Lancaster – sind im Finale dabei. „Der Bedarf an intelligenten, digitalen Technologien ist enorm und bietet gerade in den Leitbranchen hervorragende Erfolgsaussichten. Diese Wachstumsperspektiven müssen die Startups nutzen, um ihr Geschäft nachhaltig zu skalieren. Das new.New Festival bietet ihnen die Plattform und kann schnell zum Beschleuniger werden“, so Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung vom CODE_n Partner Accenture Deutschland. Etablierte Unternehmen und Startups rücken mit dem Patenmodell für den Startup-Wettbewerb nun noch enger zusammen: GFT begleitet das Cluster Applied FinTechs, Hewlett Packard Enterprise unterstützt Connected Mobility und TRUMPF fördert Photonics 4.0.

Ein Blick auf die Startup-Finalisten offenbart spannende Geschäftsmodelle:

Im Cluster Applied FinTech konzentrieren sich die Startups vor allem auf Person-to-Person-Payment, Non-Banking-Solutions und Blockchain. „Veränderung ist die neue Normalität – auch in der Finanzwelt. Die meisten Menschen sind zurückhaltend gegenüber neuen Technologien wie Blockchain – das muss sich ändern. Beim new.New Festival kann sich jeder selbst ein Bild machen. Gemeinsam mit den Startups machen wir das digitale Bankerlebnis der Zukunft greifbar und treiben so den digitalen Fortschritt der Finanzindustrie weiter voran“, erklärt Dietz. Auch die Kreditvergabe und das Investmentbanking stehen im Zentrum des Interesses. Von speziellen Analytics-Lösungen für Banken bis hin zum smarten Butler für die Buchhaltung ist viel Abwechslung geboten. Eine Lösung für das Devisenmanagement automatisiert länderübergreifende Transaktionen sowie deren Bezahlung und minimiert gleichzeitig die Fremdwährungsrisiken. Besucher des new.New Festivals können die Technologien vor Ort testen und sich mit den Finanzexperten persönlich austauschen.

Augmented Reality steht beim Cluster Connected Mobility im Fokus – von der Indoor-Navigation bis zur Steuerung digitaler Geräte durch reine Gestik rücken hier beeindruckende technologische Anwendungen ins Scheinwerferlicht. Weiterhin werden Big-Data-Anwendungen zur intelligenten Wahl des Lieferanten oder Standorts vorgestellt. Auch die Verkehrssicherheit mittels moderner Sensortechnik und Blickverlaufsanalysen spielt eine grosse Rolle. Viele Startups setzen als Enabler auf Datenanalysen, damit das digitale Leben so komfortabel wie möglich wird und zugleich so privat wie möglich bleibt. Ob Gerätesteuerung durch menschliche Gestik, Frühwarnsysteme zur Steigerung der Verkehrssicherheit oder Augmented Reality für die Indoor-Navigation – all diese Ideen sind bereits heute Realität. Unter den Finalisten sind auch elf deutsche Startups – das zeigt, welches Potenzial in Europas grösster Volkswirtschaft liegt.

Digitale Diabetes-Lösungen sind bei HealthTech der Renner – von der Vorhersage des Insulinbedarfs bis zum Glukose-Monitoring in Echtzeit. Ausserdem stehen Anwendungen zur Förderung der geistigen und physischen Gesundheit hoch im Kurs sowie die Physiotherapie mit 3D-Sensoren. Auch die vernetzte Analyse des Körpers wird von den Startup-Finalisten thematisiert. So gibt der Herzschrittmacher dem Handy Bescheid, ob die gemessenen Werte in Ordnung sind oder ein Besuch beim Arzt ratsam wäre. Eine intelligente Fussbodenleiste erkennt alle Aktivitäten im Raum und warnt das Pflegepersonal zum Beispiel bei Stürzen älterer Menschen. Im HealthTech-Cluster dreht sich vieles um Sicherheit – auch im klassischen Sinne: Mithilfe neuester Quantenmechanik könnten die Produkten der Pharmaindustrie zukünftig eindeutig gekennzeichnet werden. Auch ein Frühwarnsystem für lebensbedrohliche Krankheiten oder Screening-Verfahren für arzneimittelbasierte Krankheitserreger werden beim new.New Festival vorgestellt.

Laserbasierte Sensoren, die Geräusche erkennen? In der Photonics 4.0 Themenwelt wird dieses Szenario Realität. „Die Startups setzen bei ihren Innovationen besonders auf das industrielle Internet der Dinge. Augmented Reality oder Sensortechnologien sind im Photonics-Cluster oft die Basis der Geschäftsidee. Es beeindruckt mich zutiefst, was für intelligente Ideen und kreative Lösungsvorschläge die Finalisten entwickelt haben“, so Dr. Peter Leibinger, Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung bei der TRUMPF GmbH + Co KG. Ausserdem wartet ein intelligenter, auf Echtzeit-Algorithmen basierender Abfallroboter auf die Festivalgäste. Das ist aber längst nicht alles – vom neuen Hochsicherheitsschlüssel bis hin zu optoelektronischen Lösungen zeichnen sich alle Ansätze durch intensive Forschungsaktivitäten aus. Hier stechen gerade 3D-Druck-Anwendungen, Laser-Produkte sowie Sensortechnologien zur Optimierung der Produktion oder nachhaltigen Energiegewinnung heraus.

„Wir fördern Innovationen – wir sind mittendrin, wenn aus Staunen Wissen wird und wenn aus Ideen Firmen entstehen. Umso mehr freuen wir uns als Schirmherr der Veranstaltung auf die direkte Vernetzung und den Austausch mit den Finalisten des Startup-Wettbewerbs“, so Dr. Frank Schlie-Roosen, Leiter des Referats Photonik, Optische Technologien beim Bundesministerium für Bildung und Forschung. Wer mehr über Augmented Reality, 3D-Druck, Robotrade oder Laser-Technologien erfahren möchte, kann sich ab sofort ein Ticket für das new.New Festival sichern.

Zum Download: Alle 52 Startups im Überblick

Länderübersicht der 2016er Finalisten, nach Hauptsitz der Startups:
Grossbritannien (5), Dänemark (1), Deutschland (32), Israel (1), Italien (1), Niederlande (1), Österreich (3), Spanien (2), Schweiz (2), Türkei (1), USA (3)

Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Homepage: www.code-n.org/contest. Festivalinteressierte können sich direkt unter www.newnewfestival.com informieren und für den Newsletter registrieren. In unserer Event-Präsentation gibt’s alle Festival-Infos auf einen Blick. (GFT/mc/ps)

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