Electronic Arts verstärkt sich bei Online-Spielen

John Riccitiello

Electronic Arts-CEO John Riccitiello.

Redwood City – Electronic Arts stösst tiefer in die Welt der Online-Spiele vor. Die Kalifornier kaufen PopCap Games, den Hersteller von Titeln wie „Plants vs. Zombies“, „Bejeweled“ oder „Zuma“. Electronic Arts lässt sich die Übernahme bis zu 1,3 Milliarden Dollar kosten. Konzernchef John Riccitiello sprach am späten Dienstag (Ortszeit) von einer „unwiderstehlichen Kombination“.

Electronic Arts ist mit PC-Spielen gross geworden. Von den Kaliforniern stammen „Need for Speed“, „Medal of Honor“ oder die „Sims“. Der Konzern schreibt aber immer wieder Verluste, weil viele Kunden nicht mehr bereit sind, den vergleichsweise hohen Preis für die aufwendig produzierten Videospiele zu zahlen. Stattdessen spielen sie gratis oder für kleines Geld online – etwa beim sozialen Netzwerk Facebook oder auf ihrem Smartphone.

Online-Standbein ausbauen
Mit dem Kauf von PopCap stärkt Electronic Arts sein eigenes Online-Standbein. Der Konzern hatte sich bereits Ende 2009 für rund 300 Millionen Dollar den Anbieter Playfish einverleibt. Die Beliebtheit der Online-Spiele treibt aber die Preise: Die PopCap-Besitzer erhalten 650 Millionen Dollar in bar, zudem Electronic-Arts-Aktien im Wert von 100 Millionen Dollar und darüber hinaus einen Bonus von bis zu 550 Millionen Dollar, wenn sich das Geschäft in den kommenden zwei Jahren gut entwickelt. (awp/mc/ss)

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