ESET-Analyse: Mindestens 15 Prozent aller Router sind nicht sicher vor Angriffen

Peter Stančík
Peter Stančík, ESET Security Evangelist. (Foto: ESET)

Jena – Jeder siebte Router weist Sicherheitslücken auf, stellt der europäische Security-Software-Hersteller ESET im Rahmen einer eigenen Studie fest. Sieben Prozent aller getesteten Router verfügen über mittelschwere bis schwere Software-Schwachstellen.

Die Analyse von ESET basiert auf Daten, die mithilfe der neuen Security-Lösungen ESET Internet Security und ESET Smart Security Premium bereits in der Beta-Phase der Lösungen gesammelt wurden. Mehr als 12‘000 Router konnten so nach Zustimmung der Anwender anonym ausgewertet werden. Die beiden Lösungen enthalten einen Heimnetzwerk-Schutz, der es Benutzern erlaubt, ihren Router auf Schwachstellen, schädliche Konfigurationen, ausspähbare Netzwerke und schwache Passwörter zu prüfen.

ESET-Researcher kamen zu bedenklichen Ergebnissen: 15 Prozent aller geprüften Router verwenden schwache Passwörter. Sehr häufig nutzen Anwender sogar «admin» als Benutzernamen. In jedem zweiten Fall beruhten die Software-Schwachstellen auf fehlerhaften Netzwerkzugriffsrechten. Rund 40 Prozent der Schwachstellen, die von ESET ermittelt wurden, waren auf Sicherheitslücken bei Befehlseingaben zurückzuführen. Diese Schwachstelle kann dazu genutzt werden, willkürliche Befehle auf dem Betriebssystem des Rechners auszuführen.

Zehn Prozent der Software-Schwachstellen waren so genannte Cross-Site-Scripting (XSS). Diese sind besonders tückisch, da Angreifer die Einstellungen des Routers verändern können, um schadhafte Skripte auszuführen.

Netzwerkdienste häufig von innen und aussen zugänglich
Durchgeführte Port-Scans deckten auf, dass Netzwerkdienste in vielen Fällen sowohl von internen als auch von externen Netzwerken aus zugänglich sind. «Insbesondere ungesicherte Netzwerkdienste wie Telnet sollten nicht aktiviert sein – nicht einmal im lokalen Netzwerk, was bei über 20 Prozent der getesteten Router aber der Fall war», sagt Peter Stančík, ESET Security Evangelist. «Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Router leicht angegriffen werden können, wenn man eine der Schwachstellen ausnutzt. So wird der Router zur Achillesferse der heimischen Internet-Sicherheit», so Stančík weiter.

Die ESET Internet Security und ESET Smart Security Premium schützt vor Netzwerkangriffen und prüft den Router auf gefährliche Schwachstellen. Mehr Informationen dazu finden sich auf https://www.eset.com/ch-de. (ESET/mc/ps)

Über ESET
ESET ist ein europäisches Unternehmen mit Hauptsitz in Bratislava (Slowakei). Seit 1987 entwickelt ESET preisgekrönte Sicherheits-Software, die bereits über 100 Millionen Benutzern hilft, sichere Technologien zu geniessen. Das breite Portfolio an Sicherheitsprodukten deckt alle gängigen Plattformen ab und bietet Unternehmen und Verbrauchern weltweit die perfekte Balance zwischen Leistung und proaktivem Schutz. Das Unternehmen verfügt über ein globales Vertriebsnetz in über 180 Ländern und Niederlassungen in Bratislava, San Diego, Singapur und Buenos Aires. Für weitere Informationen besuchen Sie www.eset.com/ch-de/ oder folgen uns auf LinkedIn, Facebook und Twitter.

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