Fotobranche: Fotografie wird immer smarter

Fotobranche: Fotografie wird immer smarter

Drohne (Bildrechte: Flickr GoPro Karma drone Paintimpact CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten)

Zürich – Die Fotobranche ist Veränderungen gewöhnt. Schliesslich gilt es, technisch und technologisch immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Fortschritte, aber auch Krisen sind da vorprogrammiert. Derzeit entwickelt sich die Fotobranche weg von digitaler hin zu smarter Fotografie. Was das bedeutet, verdeutlicht dieser Artikel.

Das Augenmerk der Hersteller richtet sich zunehmend auf eine junge, mit Smartphones ausgestattete Zielgruppe. Eben diese wollen die Branchenteilnehmer, wenn man den Trends auf der vergangenen Fotokina in Köln glauben darf, stärker in den Fokus rücken. Denn das Interesse am Fotografieren hat in der Bevölkerung über die Jahre immer weiter zugenommen, sich dabei aber von der dezidierten Digicam auf das Smartphone verlagert, wie die untenstehende Grafik verdeutlicht. Darauf muss sich einstellen, wer in der Fotobranche weiter eine Rolle spielen will. Infolgedessen entstehen zunehmend Foto- und Video-Apps fürs Smartphone. «Über alle Geräte hinweg gewinnen Videofunktionen an Bedeutung – und zugleich Video- und Foto-Apps. Mit ihnen lassen sich Kameras steuern, Aufnahmen retuschieren oder Fotobücher gestalten», bringt RP Online die neue Entwicklung auf den Punkt.

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Software statt Hardware
Infolge des eingebrochenen Absatzes von kompakten Systemkameras haben sich einige Hersteller in neue Gefilde gewagt und beschäftigen sich verstärkt mit Dienstleistungen und Programmen rund um die Fotografie. Das gilt zum Beispiel für das Interesse der Endkunden an Bildbearbeitungsprogrammen oder mittels Software selbstgestalteten Fotobüchern von Händlern wie CEWE. Darüber hinaus entstehen aber auch neue Anwendungsbereiche innerhalb der Gaming-, Medizin- oder Sicherheitsbranche. Wie wir berichteten, umfasst die Entwicklung von Software- und Dienstleistungsangeboten ausserdem immer öfter Abo-Modelle statt kompletter Software-Pakete. Das hat bei Betreibern wie Adobe zunächst für Umsatzeinbussen gesorgt, die allerdings langsam durch die anhaltenden Kundenabonnements wieder wettgemacht werden.

Absatz von Fotodrohnen steigt
Obgleich der Absatz von Digitalkameras gesunken ist, verzeichnen Fotodrohnen und ActionCams eine verstärkte Nachfrage. Insgesamt ist der Absatz von zivilen Drohnen in den letzten Jahren gestiegen und verspricht auch künftig hohe Gewinne. Allerdings herrscht auch in diesem Bereich nicht eitel Sonnenschein. So musste ActionCam-Hersteller GoPro im vergangenen Jahr die Drohne «Karma» kurz nach Verkaufsstart wieder zurückrufen. Das Thema Fotodrohne bleibt jedoch relevant: Drohnen begeistern viele Menschen, sowohl Hobby- als auch Profifotografen, wie der jährliche Wettbewerb der Fotoplattform Skypixel in Zusammenarbeit mit dem TIMES Magazin, National Geographic und weiteren Medienpartnern zeigte. Über 27.000 Beiträge wurden in diesem Jahr eingereicht, die besten davon mit Sachpreisen ausgezeichnet. GoPro & Co. haben trotz verschärfter Regeln allen Prognosen zufolge eine vielsprechende Zukunft vor sich. (CW/mc/hfu)

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