Hardware-Geschäft macht IBM weiter Kummer

Virginia Rometty
IBM-CEO Virginia Rometty. (Foto: IBM)

IBM-Chefin Ginni Rometty. (Foto: IBM)

Armonk – Schrumpfende Hardware-Verkäufe machen IBM weiterhin zu schaffen. Die Umsätze in der entsprechenden Sparte brachen im ersten Quartal um 23 Prozent verglichen zum Vorjahreszeitraum ein; IBM musste in dem Geschäftszweig einen Verlust verdauen. Das zog den gesamten Konzern nach unten und belastete auch den Aktienkurs. Dieser sank am Mittwoch nachbörslich um mehr als 4 Prozent.

Konzernchefin Ginni Rometty versucht, mit dem Ausbau von wachsenden Geschäftsfeldern wie Cloud Computing, Sicherheit und mobilen Diensten das Steuer herumzureissen.“ Im Laufe dieses Jahres werden wir die ersten positiven Effekte sehen können“, sagte sie am Firmensitz in Armonk im US-Bundesstaat New York.

Geschäft mit Standard-Servern geht an Lenovo
Parallel stutzt sie das problematische Hardware-Geschäft zurecht. Die Standard-Server, die mit der x86-Technik herkömmlicher PC-Prozessoren laufen, verkauft sie für 2,3 Milliarden Dollar an den chinesischen Computerhersteller Lenovo. Dieser hatte bereits 2005 die PC-Sparte von IBM übernommen und ist inzwischen zur weltweiten Nummer eins in dem Markt aufgestiegen. Das Geschäft mit leistungsstärkeren Servern will IBM selbst weiterführen; hier gibt es weniger Konkurrenz.

Software-Geschäft als Lichtblick
Im ersten Quartal bekam IBM den harten Wettbewerb bei der Hardware aber noch einmal voll zu spüren. Damit setzte sich ein Trend der letzten beiden Jahre fort. Auch Technologie-Dienstleistungen brachten weniger ein. Das Beratungsgeschäft stagnierte. Lichtblick war das Software-Geschäft, das besser lief als im Vorjahreszeitraum.

Insgesamt musste der Konzern einen Umsatzrückgang von 4 Prozent auf 22,5 Milliarden Dollar verdauen. Der Gewinn fiel um 21 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar. Dabei machten sich die Kosten des Firmenumbaus negativ bemerkbar. (awp/mc/pg)

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