Logitech überrascht mit gutem Schlussquartal 2017/18

Darrell Bracken
Logitech-CEO Darrell Bracken. (Foto: Logitech)

Apples – Logitech ist im Schlussquartal des Geschäftsjahrs 2017/18 (Januar bis März) stark gewachsen. Und auch bei der Profitabilität wurden Fortschritte erzielt. Die Ziele für das neue Geschäftsjahr 2018/19, wonach die Erfolgsgeschichte in ähnlichen Stil weitergehen soll, wurden bestätigt.

Der Westschweizer Konzern steht im Ruf, bei den Prognosen häufig tiefzustapeln. Diesem Ruf wurde er im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2017/18 (per Ende März) einmal mehr gerecht. So kam zum Beispiel der operative Gewinn über den Prognosen des Managements zu liegen, welches dieses kurz vor Ablauf der Berichtsperiode abgegeben hatte. Und beim Umsatz übertrafen die Resultate die Erwartungen der Analysten um Längen.

An der Börse kommen solche Überraschungen gut an. Der Aktienkurs von Logitech kletterte am Donnerstagvormittag vorübergehend auf ein Mehrjahreshoch und schlossen letztlich 6,5 Prozent im Plus.

Die Zahlen zeigten den «Power» und die «Belastbarkeit» des Produktportfolios, kommentierte CEO Bracken Darrell die Zahlen. Konkret stieg der Umsatz in den Monaten Januar bis März um 16 Prozent auf 592,4 Millionen US-Dollar. In Lokalwährungen betrug das Plus 9 Prozent.

Hoffen auf «E-Sports»
Bei den einzelnen Produktkategorien stach Gaming-Zubehör (+77%) positiv heraus, das mittlerweile mehr ein Fünftel zum Umsatz beisteuert. Logitech verkauft unter anderem hochspezialisierte Computermäuse, die auch bei professionellen «E-Sports»-Anlässen zum Einsatz kommen. CEO Darrell hofft, dass der aktuelle Boom der Anfang einer Entwicklung ist, wie sie früher bei Sportarten wie Basketball zu sehen war.

Gut verkauften sich zwischen Januar und März auch Tablet-Zubehör (+56%) und Videokonferenz-Systeme (+41%). Die Produkte PC-Mäuse und -Tastaturen, die noch immer fast die Hälfte zum Umsatz beisteuern, legten um 9 rsp. 14 Prozent zu.

Auf der anderen Seite kam es bei den mobilen Lautsprechern (-65%) zu einem regelrechten Absatzeinbruch. Das Unternehmen verwies unter anderem auf die hohe Vergleichsbasis und Preisreduktionen wegen des sich abzeichnenden Nachfragerückgangs. Das Unternehmen geht davon aus, dass der ehemals boomende Markt in nächster Zeit nur noch leicht wachsen wird. Laut CFO Vincent Pilette will Logitech beim nächsten Boom Marktanteile gewinnen.

Die Bruttomarge (Non-GAAP), welche für das Management eine zentrale Kennzahl ist, kam bei 36,4 Prozent zu liegen und damit wieder deutlich über dem Wert des Vorquartals. Damals hatten Extrakosten für den Parallelbetrieb zweier Distributionszentren belastet. «Wir haben daraus gelernt», sagte CFO Pilette.

Der operative Gewinn auf Stufe EBIT (Non-GAAP) stieg ebenfalls um 8 Prozent auf 55,1 Millionen. Unter dem Strich verdiente die Gesellschaft insbesondere wegen höherer Steueraufwendungen jedoch 12 Prozent weniger (34,4 Mio).

«Wir können es besser»
Im gesamten Jahr 2017/18 erzielte Logitech einen 16 Prozent höheren Umsatz von 2,57 Milliarden. Das Plus in Lokalwährungen betrug 13 Prozent und lag damit im Rahmen des vom Management angepeilten Wertes (12-14%). Der EBIT nahm um 14 Prozent auf 286,7 Millionen zu; das Management hatte 270 bis 280 Millionen in Aussicht gestellt. Unter dem Strich verdiente Logitech 208,5 Millionen (Vorjahr: 205,9 Mio). Ein Hauptursache für das relativ geringe Gewinnplus sind auch im Gesamtjahr höhere Steuerbelastungen.

Trotz der positiven Überraschung, welche dem Logitech-Management gelang, sieht es sich noch längst nicht am Ziel. «Wir sind nicht zufrieden», sagte CEO Darrell. «Wir können es besser.»

Im Ausblick auf das neue Geschäftsjahr hält das Unternehmen an den im März veröffentlichten Zielen fest. Demnach strebt das Management ein Umsatzplus im hohen, einstelligen Prozentbereich (in Lokalwährungen) sowie einen operativen Gewinn von 310 bis 320 Millionen Dollar an.  (awp/mc/pg)

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