Saturn-Website vom Kundenrun am Black Friday überfordert

Compuware

Neu-Isenburg – Nicht ganz ungetrübt war die Freude über den Ansturm auf die Saturn-Website am letzten Freitag, dem sogenannten Black Friday. Die Website brach zeitweise zusammen. Die Performance-Experten von Compuware haben mitgemessen, warum das Elektronikportal schlapp machte und auch andere E-Händler untersucht.

Wie Halloween scheint sich auch der Black Friday in Deutschland zu etablieren. Gemeint ist der Freitag nach dem amerikanischen Thanksgiving-Tag. An diesem Tag feiern viele Amerikaner ein langes Familienwochenende und kaufen sehr gerne ein. Deshalb gibt es zahlreiche Schnäppchen in den Ladengeschäften und Online-Shops. Deutsche E-Händler haben ebenfalls zahlreiche Angebote eingestellt und dieses Jahr einen Besucheransturm und gute Umsätze erzielt. Aber die Freude über mehr Kasse war nicht ungetrübt:

Gegen 11.00 Uhr liessen sich schon erste Anzeichen für Probleme auf saturn.de erkennen. Der Webserver und das CMS-System hatten eine schlechte Reaktionszeit. Ab 12.20 kam es dann zu ersten Abbrüchen beim Laden der Startseite wegen Browser Timeouts. Zwei Minuten später verschlechterte sich die Auslieferzeit auf der Seite weiter, bestimmte Produkte waren nicht mehr zu sehen. Um 12.26 lief nichts mehr. Der Webserver antwortete zwar noch, aber die Käufer bekamen keine Webinhalte angezeigt.

Unfreiwillige Mittagspause
„Der Online-Laden machte eine unfreiwillige Mittagspause zur höchsten Nachfragezeit. Saturn reagierte und bemühte sich wahrscheinlich, den Webshop neu zu starten. Aber so eine Notfallmassnahme dauert, während die Käufer abspringen und sich in anderen Shops tummeln“, erklärt Günther Brutscher, Solution Consultant Application Performance Management bei Compuware Deutschland. Gegen 13.00 Uhr gab die Website zwar wieder Lebenszeichen von sich, aber erst eine gute Stunde nach dem ersten Ausfall um 13.28 Uhr lief der Technikladen wieder rund. Dann war auch die Mittags-Einkaufspause vieler Kunden vorbei oder ihr Interesse an den Saturn-Angeboten wahrscheinlich erloschen.

Apple und Deichmann mit guter Performance
Die Performance-Experten von Compuware haben letzten Freitag auch viele andere E-Shops gemessen, die mit besonderen Black Friday-Angeboten lockten. Apple und Deichmann waren jederzeit sehr schnell aufrufbar, Dell, Gravis, Sony, Galeria Kaufhof und Runnerspoint etwas langsamer, aber konstant gut verfügbar. Abends deutlich länger auf den Shop mussten die Kunden bei Zalando (über 7 Sekunden), TheBodyShop (über 11 Sekunden) und Yves Rocher (8 bis 12 Sekunden) warten. Die Ursachen für schwankende Ladezeiten können vielfältig sein. Eine permanente Optimierung des Webshops und konstante Überwachung der Verfügbarkeit zahlen sich dann in barer Münze aus.

Wie E-Shops fit für die Weihnachtsrallye und andere Hochsaisonzeiten werden, erfahren Sie hier.

Eine aktuelle Studie belegt, dass Online-Käufer in den USA eine Antwortzeit von maximal 3 Sekunden erwarten. Sonst wird der E-Shop wegklickt. Die ausführlichen Ergebnisse finden Sie hier.

Über Compuware APM
Compuware APM ist Marktführer einer neuen Generation von Application Performance Management. Im Vergleich zu herkömmlichen APM-Lösungen, die schwerfällig und reaktiv sind, arbeitet Compuware APM einfach und proaktiv. Compuware APM ist dafür ausgelegt, die Komplexität moderner, anspruchsvoller Anwendungen zu steuern. Dazu zählen auch mobile und Cloud-Applikationen, Big Data und SOA. Mehr als 5.000 mittelständische und große Kunden weltweit nutzen Compuware APM zur Optimierung und zum Monitoring unzähliger Anwendungen. Durch den Blick auf die Endanwender-Erfahrung profitieren die Kunden von schnellerer Performance, proaktiver Problemlösung und beschleunigter Time-to-Market. Eine intelligente Analytik, hochentwickelte APM-Automatisierung und eine einzigartige Basis für den Performance-Lifecycle führen zu geringeren Kosten für das Applikationsmanagement.

Compuware Corporation
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