Streaming-Dienste auch in der Schweiz auf dem Vormarsch

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Bern – Auch in der Schweiz sind Streaming-Dienste auf dem Vormarsch. Noch immer erzielen Schweizer Musiklabels aber mehr als die Hälfte ihres stetig schrumpfenden Umsatzes mit dem Verkauf von CDs. Federn lassen musste in den vergangenen drei Jahren das Download-Geschäft.

Die Erlöse aus dem traditionellen Geschäft mit CDs, Vinylplatten und anderen physischen Tonträgern sind in den letzten Jahren regelrecht weggebrochen: Belief sich der Umsatz vor zehn Jahren noch auf mehr als 220 Mio CHF, waren es vergangenes Jahr laut dem Branchenverband IFPI Schweiz lediglich 47,5 Mio CHF.

Das Digitalgeschäft konnte diese Einbussen bisher bei Weitem nicht wettmachen. Die Erlöse legten ab 2005 zunächst markant zu, in den vergangenen drei Jahren stagnierten sie jedoch bei rund 38 Mio CHF – wohl nicht zuletzt wegen kostenloser Streaming-Angebote.

Digitalmarkt als Ganzes stockt
Zwar lässt sich auch mit Streaming-Angeboten Kasse machen: Schweizer Musiklabels setzten vergangenes Jahr 11,8 Mio CHF damit um – fast zehn Mal so viel wie noch 2012. Dieses Wachstum geschah jedoch auf Kosten des Geschäfts mit dem Herunterladen von Musik, sodass der Digitalmarkt als Ganzes ins Stocken geriet.

Insgesamt setzten die 30 in IFPI Schweiz zusammengeschlossenen Musiklabels vergangenes Jahr 84,8 Mio CHF um, 8% weniger als 2013. Im Jahr 2000 waren es noch 312 Mio CHF gewesen. (awp/mc/ps)

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