«Suissedigital» sagt Swisscom den Kampf an

Simon Osterwalder

Simon Osterwalder, Geschäftsführer Suissedigital. (Foto: zvg)

Bern – Der Dachverband Schweizer Kommunikationsnetze heisst neu Suissedigital. Die Namensänderung steht für eine strategische Öffnung des Verbands, der bis anhin Swisscable hiess. Dieser will alle Kommunikationsnetze unter seinem Dach vereinen und so zum Gegenpol der mächtigen Swisscom werden.

«Alle die nicht Swisscom heissen, haben bei uns eine Heimat», sagte Suissedigital-Geschäftsführer Simon Osterwalder am Montag vor den Medien in Bern. Namentlich erwähnte Osterwalder in diesem Zusammenhang den Verband der Streaming-Anbieter Swissstream sowie openaxs, den Verband von Elektrizitätswerken, die offene Glasfasernetze bauen. Entsprechende Gespräche über eine Allianz seien im Gang, sagte Osterwalder.

Starke Rivalität
Es ginge darum, den verschiedenen Akteuren den Spiegel hinzuhalten und zu fragen, wo diese hingehörten. In der heutigen Zeit seien Telekommunikation und Digitalisierung untrennbar miteinander verbunden. Dies habe zu einer starken Rivalität zwischen allen Kommunikationsnetzen und der Swisscom geführt.

Für Wahlfreiheit und fairen Wettbewerb
Die Swisscom sei in allen Märkten ausser dem TV-Markt führend oder sogar marktbeherrschend. Demgegenüber wolle sich Suissedigital für Wahlfreiheit der Kunden und einen fairen Wettbewerb einsetzen. Konkret solle beispielsweise das Sportangebot gleichwertig allen Netzbetreibern zugänglich gemacht werden, sagte Osterwalder.

Im Dachverband Suissedigital sind heute rund 200 private und öffentlich-rechtliche Unternehmen angeschlossen. Insgesamt bedienen die Mitglieder rund 2,6 Millionen Haushalte im ganzen Land. (awp/mc/pg)

Suissedigital

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