Texas Instruments senkt Prognose

TI-CEO Richard Templeton.

Dallas – Der Chiphersteller Texas Instruments hat wegen einer deutlich gesunkenen Nachfrage die Prognosen für das bis Ende September laufende dritte Quartal gesenkt. Beim Umsatz rechnet der Konzern jetzt nur noch mit einem Wert zwischen 3,23 und 3,37 Milliarden Dollar . Damit liegt selbst das obere Ende der neuen Spanne unter dem unteren Wert der bisherigen Prognose von 3,40 bis 3,70 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie werde jetzt bei 56 bis 60 Cent nach zuvor 55 bis 65 Cent erwartet, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in Dallas mit.

Damit reissen die Probleme für Texas Instruments nicht ab. Im zweiten Quartal hatte das Unternehmen die Auswirkungen des schweren Erdbebens in Japan zu spüren bekommen. Der Umsatz sank im zweiten Quartal auf ein Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. Auch der Gewinn bröckelte. Konzernchef Rich Templeton hatte damals angekündigt, dass er nur mit einer kurzfristigen Delle rechnet und mit Wachstum im dritten Quartal rechnet. Doch jetzt hat ihm die weltweite Eintrübung der Konjunktur einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Aktie verliert nachbörslich nur leicht an Wert

Am Aktienmarkt fiel die Reaktion auf die gesenkte Prognose verhalten aus. Das Papier verlor nachbörslich nur leicht an Wert. Texas Instruments ist führend bei analogen und integrierten Prozessoren für einfache Rechenaufgaben. Die Chips kommen von der Waschmaschine über Handys und Fernseher bis hin zu Industrieanlagen zum Einsatz. Daher gilt Texas Instruments als Barometer für die gesamte Elektrobranche. Das Unternehmen verstärkt sich gerade durch den Zukauf des Rivalen National Semiconductor. (awp/mc/ps)

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