U-Blox mit markantem Gewinnrückgang im Halbjahr

Thomas Seiler
u-blox-CEO Thomas Seiler. (Foto: u-blox)

Thalwil – Der Halbleiterhersteller U-Blox hat im ersten Halbjahr 2019 die wirtschaftliche Verlangsamung zu spüren bekommen. Umsatz und Gewinn gingen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Der Spezialchipproduzent passt als Folge der wirtschaftlichen Unsicherheiten seine Prognosen für das laufende Jahr nach unten an.

Im ersten Halbjahr 2019 verbuchte U-Blox einen Umsatzrückgang auf 190,6 Millionen Franken von 199 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum. Während die Gruppe im Raum APAC und China zu Wachstum zurückgefunden habe, sei der Absatz in der Region EMEA und in Amerika zurückgegangen. Der Bruttogewinn fiel auf 86,1 von 94,0 Millionen Franken. Der Reingewinn brach auf 9,7 von 30,2 Millionen Franken ein, wie das Thalwiler Unternehmen am Freitag mitteilte.

Starkes Wachstum in China
In Asien habe es starke Fortschritte im Automobil- und Industriesektor gegeben. Das Umsatzwachstum in China betrug 14 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2018. In Taiwan hingegen verzeichnete U-Blox einen Wachstumsrückgang, weil ein Grosskunde wegen „der Nichteinhaltung unserer Geschäftsbedingungen“ weggefallen sei.

Damit hat U-Blox die Erwartungen der Finanzgemeinde verfehlt. Analysten in einer AWP-Umfrage hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 209,5 Millionen Franken und einem Reingewinn von 14,0 Millionen Franken gerechnet.

Prognosen gesenkt
U-Blox gibt sich für das zweite Halbjahr etwas weniger optimistisch als bisher. Neu erwartet U-Blox für 2019 einen Umsatz von insgesamt rund 380 bis 400 Millionen und ein Wachstum von 0 bis 5 Prozent gegenüber 2018. Der Betriebsgewinn EBITDA werde mit 50 bis 60 Millionen und der EBIT mit 15 bis 27 Millionen Franken erwartet.

Im Frühjahr hatte die Firma einen Umsatz von 460 bis 490 Millionen Franken und ein EBITDA von 70 bis 90 Millionen Franken in Aussicht gestellt. Der EBIT sollte 30 bis 45 Millionen Franken erreichen.

Makroökonomische Unsicherheiten
Das zweite Halbjahr 2019 werde weiterhin von makroökonomischen Unsicherheiten geprägt sein, die sich aus den allgemeinen globalen Trends in der Branche ergäben und von einer Reihe von Faktoren wie dem Handelsstreit zwischen den USA und China und politischen Unsicherheiten beeinflusst würden. „Diese werden zu einem langsameren Wachstum in den für uns wichtigen Wirtschaftsbereichen führen.“

In Nord- und Südamerika sieht U-Blox Anzeichen von Wachstum im Industriesektor. In EMEA werde das zweite Halbjahr dagegen nur leicht wachsen. Positiv ist U-Blox für APAC. Wir werden im zweiten Halbjahr ein anhaltendes Wachstum sehen, das hauptsächlich von China und Japan getragen wird, wo neue Projekte weiter anlaufen“, heisst es in der Mitteilung. (awp/mc/pg)

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