U-blox rutscht 2020 tief in die roten Zahlen

Thomas Seiler
u-blox-CEO Thomas Seiler. (Foto: u-blox)

Thalwil – Der Halbleiterhersteller U-blox hat im zweiten Halbjahr eine Markterholung gespürt und damit den scharfen Einbruch aus dem Frühjahr teilweise ausgleichen können. Zum Jahresende war das Orderbuch auf Rekordstand. Einmaleffekte haben das Ergebnis jedoch in die Verlustzone gedrückt. Im laufenden Jahr wird weiteres Wachstum erwartet.

Das Gesamtjahr 2020 wurde durch die Covid-19-Pandemie erheblich beeinträchtigt. Der Umsatz ging insgesamt um 13 Prozent auf 333,5 Millionen Franken zurück, wie das Thalwiler Unternehmen am Freitag mitteilte.

Verlust von 64,6 Mio Franken
Beim Betriebsgewinn (EBIT) wurde ein Verlust von 64,8 Millionen Franken verbucht. Bereinigt um Einmaleffekte resultierte indes ein Gewinn von 18,0 Millionen. Die Marge ging damit auf 5,4 von 5,7 Prozent im Vorjahr zurück. Unter dem Strich blieb ein Verlust von 64,6 Millionen (VJ +12,9 Mio).

Dividende gestrichen
U-blox will daher keine Dividende auszahlen. Im Vorjahr hatten die Aktionäre noch 0,60 Franken erhalten. Mit den Zahlen hat U-blox die Erwartungen der Finanzgemeinde unterschritten.

Besonders von den Auswirkungen der Pandemie betroffen waren die Regionen AMEC und EMEA, schreibt das Unternehmen. Die längeren Stillstände in der Automobilindustrie und der Wirtschaft haben hier die Nachfrage gedrückt und Investitionsentscheide verzögert.

Die Region APAC zeigte zuerst Anzeichen einer Erholung. Hier brach die Pandemie zuerst aus und dementsprechend sei die Wirtschaft früher wieder in Gang gekommen. In allen Regionen sei die Nachfrage in der Automobilindustrie und bestimmten Industriesektoren erheblich beeinträchtigt gewesen. Zum Jahresende habe sich die Nachfrageerholung beschleunigt.

Vorsichtiger Optimismus
Mit Blick nach vorn ist das Management angesichts der Unsicherheiten vorsichtig optimistisch. Die Spanne bei den Zielmarken ist entsprechend gross. Für 2021 wird ein Umsatzwachstum zwischen 5 und 15 Prozent erwartet. Die EBITDA Marge soll sich zwischen 16 bis 22 Prozent bewegen und die EBIT-Marge zwischen 9 bis 15 Prozent. (awp/mc/pg)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.