Aktien Asien: Deutliche Verluste – Nikkei leidet unter starkem Yen

Aktien Asien: Deutliche Verluste – Nikkei leidet unter starkem Yen

Tokio / Hongkong – Die asiatischen Börsen haben am Montag deutlich nachgegeben. Besonders deutlich bergab ging es an der Börse in Tokio. Ein stärkerer Yen sowie Kursverluste bei Finanzwerten belasteten. In China sorgte ein langsameres Gewinnwachstum speziell bei Industriekonzernen für Zurückhaltung. Ausserdem belastete hier die Nachricht, dass China versucht, den Kreditboom zu zügeln, und dafür nun die ausufernden Schulden seiner lokalen Regierungen unter die Lupe nimmt. Der Stoxx Asia/Pacific 600 , der die 600 grössten Unternehmen der Börsen in Australien, Hongkong, Japan, Neuseeland und Singapur enthält, büsste 2,00 Prozent auf 132,56 Punkte ein.

In Tokio schloss der Leitindex Nikkei 225 mit einem Tagesverlust von 3,32 Prozent bei 13.661,13 Punkten und damit erstmals seit Anfang Juli wieder unter 14.000 Punkten. Vor allem die exportabhängigen Autowerte litten unter dem starken Yen: Mitsubishi Motors sackten am Nikkei-Ende um 9,93 Prozent ab und Isuzu Motors verbilligten sich um 7,97 Prozent. Für Toyota und Honda ging es um 4,07 beziehungsweise 3,03 Prozent bergab, Nissan verloren 5,01 Prozent.

Die Aktien des Baumaschinenherstellers Komatsu gaben angesichts der schwachen chinesischen Industrie um 3,70 Prozent nach. Die Nachricht, dass beim zerstörten japanischen Atomkraftwerk in Fukushima eine hohe Konzentration des radioaktiven Caesium-Isotops 137 im Wasser gefunden worden war, liess die Aktien des Karftwerksbetreibers Tokyo Electric Power (TepCo) um 9,84 Prozent abrutschen.

Der CSI 300, der die Aktien der 300 grössten festlandchinesischen Unternehmen mit einer Börsennotierung in Shanghai oder Shenzhen enthält, gab um 2,16 Prozent auf 2.175,97 Punkte nach. In Hongkong sank der Hang-Seng-Index um 0,50 Prozent auf 21.860,07 Punkte. Die Bankentitel gehörten angesichts des Fokus der politischen Führung auf die lokale Schuldenentwicklung zu den Verlierern. Dagegen glänzten Solartitel wie EGing Photovoltaic Technology und Shanghai Chaori mit Kursgewinnen, nachdem China und die Europäische Union ihren Handelsstreit über chinesische Solarimporte beigelegt haben. In Sydney hingegen stemmte sich der ASX 200 mit einem Plus von 0,09 Prozent auf 5.046,33 Punkte gegen den negativen Trend. (awp/mc/ps)

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