Aktien Asien/Pazifik: Japan profitiert von Powell-Aussagen – China schwächelt

Aktien Asien/Pazifik: Japan profitiert von Powell-Aussagen – China schwächelt

Tokio / Hongkong / Shanghai / Sydney – Asiens wichtigste Aktienmärkte haben am Montag keine gemeinsame Richtung gefunden. Während die Kurse in Japan und Australien positiv auf Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell reagierten, belasteten Sorgen über die chinesische Wirtschaft die dortigen Notierungen.

Powell hatte am Freitagnachmittag im Rahmen einer internationalen Notenbankkonferenz eine Reduzierung der Käufe von US-Staatsanleihen noch in diesem Jahr in Aussicht gestellt, da der amerikanische Arbeitsmarkt «deutliche Fortschritte» gemacht habe. Am kommenden Freitag wird der monatliche Bericht der US-Regierung Aufschluss über die jüngste Beschäftigungsentwicklung in der heimischen Privatwirtschaft geben. Mit Blick auf das Inflationsziel der Notenbank sprach Powell bei der Online-Veranstaltung, die normalerweise in Jackson Hole stattfindet, sogar von «substanziellen weiteren Fortschritten».

Powell verwies aber auch auf die weiter grassierende Delta-Variante des Coronavisus und betonte, ein Beginn der Rückführung des Anleihekaufprogramms sei kein unmittelbares Zeichen für eine baldige Zinserhöhung. An den Finanzmärkten wurden vor allem die zurückhaltenden Aussagen zu den Zinsen beachtet, die Sorgen vor einem abrupten geldpolitischen Kurswechsel beschwichtigten.

In Tokio schloss der japanische Leitindex Nikkei 225 0,54 Prozent fester bei 27’789,29 Punkten. Der australische ASX 200 ging 0,22 Prozent höher bei 7504,50 Punkten aus dem Handel.

Der CSI-300-Index, der die Aktien der 300 wichtigsten Unternehmen auf dem chinesischen Festland enthält, verlor hingegen 0,63 Prozent auf 4796,42 Punkte. Für den Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong ging es im späten Handel um 0,15 Prozent auf 25’371,00 Punkte nach unten. (awp/mc/ps)

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