Aktien Asien/Pazifik: Stabilisiert – Australien deutlich im Plus

Nikkei
(Adobe Stock)

Tokio / Hongkong / Shanghai / Sydney – Die asiatischen Börsen haben sich am Donnerstag nach den Vortagesverlusten wieder gefangen. Während die meisten grösseren Handelsplätze nur geringe Kursbewegungen verzeichneten, ging es in Australien deutlich nach oben.

Nach Verlusten zum Auftakt habe sich die Lage im Handelsverlauf verbessert, beschrieb Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda die Entwicklung in Fernost. Dazu hätten Nachrichten aus den USA beigetragen: Der US-Kongress will einen drohenden Teil-Stillstand der Regierungsgeschäfte abwenden. An diesem Donnerstag soll zunächst im Senat über eine Übergangsfinanzierung für die Regierung bis Anfang Dezember abgestimmt werden. Ein Votum im Repräsentantenhaus könnte kurz danach folgen, um die Budgetregelung schliesslich noch kurz vor Ablauf einer entscheidenden Frist um Mitternacht in Kraft zu setzen.

Neue Konjunkturdaten aus China fielen zwar nur durchwachsen aus, zeigten aber nach der vorherigen Schwäche zumindest eine gewisse Stabilisierung, wie Halley betonte. Es sei «positiv zu verbuchen, dass sich der für China immer wichtiger werdende Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor erholt hat und die 50er Schwelle jetzt wieder komfortabel übertrifft», merkte Fondsmanager Thomas Altmann von Vermögensverwalter QC Partner dazu an.

Mit deutlichen Gewinnen stach die australische Börse hervor. Analyst Halley führte die Gewinne auf mehrere Faktoren zurück. Neben der Schwäche der Landeswährung habe der Anstieg der Eisenerzpreise dem rohstofflastigen Aktienmarkt geholfen. Der australische ASX 200 kletterte in Sydney um 1,88 Prozent auf 7332,20 Punkte Punkte. Im Schlepptau zog auch der Markt im Nachbarland Neuseeland an.

Nicht ganz so gut sah es in Tokio aus. Die japanische Börse verzeichnete leichte Abgaben, nachdem die japanische Industrieproduktion im August wegen Lieferketten-Problemen stärker als erwartet gefallen war. Die Produktion der Industriebetriebe sei im Vergleich zum Juli um 3,2 Prozent zurückgegangen, teilte das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie mit. Damit ging die Industrieproduktion den zweiten Monat in Folge zurück. Experten hatten mit einem Rückgang gerechnet, dabei im Schnitt aber nur ein Minus von 0,5 Prozent erwartet.

Der Tokioter Leitindex Nikkei-225 büsste nach den deutlich Abgaben am Vortag 0,31 Prozent auf 29’452,66 Punkte ein. Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, legte dagegen zuletzt um 0,83 Prozent auf 4874,24 Punkte zu. Der Hongkonger Hang-Seng-Index gab dagegen im späten Handel um 0,41 Prozent auf 24’563,59 Punkte nach. (awp/mc/ps)

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