Aktien Asien/Pazifik: Verluste – Toyota unter Druck

Nikkei
(Adobe Stock)

Tokio / Hongkong / Shanghai / Sydney – Die wichtigsten asiatischen Börsen haben am Donnerstag nachgegeben. Sie folgten damit den Vorgaben der Wall Street. Die US-Börsen waren im späten Handel etwa stärker unter Druck geraten, nachdem Investoren im Protokoll zur jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed Signale einer eventuell baldigen geldpolitischen Straffung ausgemacht hatten.

Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda verwies auch auf Andeutungen des chinesischen Staatspräsidenten Xi zu einer Umverteilung des Reichtums im Land. Die Analysten von JPMorgan werteten die Aussagen von Xi zu einer Regulierung extrem hoher Einkünfte unterdessen als Signal, dass Vermögens- und Erbschaftssteuern verschärft werden könnten.

Die US-Währungshüter hatten die Märkte am Vorabend mit dem zeitlichen Rahmen für einen ich mehr ganz so lockeren geldpolitischen Kurs überrascht. «In den USA rückt ein Zurückfahren der Bondkäufe (Tapering) näher», hiess es von der Landesbank Baden-Württemberg. «Das gestern Abend veröffentlichte Protokoll der US-Notenbank zeigt die Bereitschaft einiger Mitglieder, mit dem Tapering noch vor Jahresende 2021 zu beginnen.» Dies traf besonders die hoch bewerteten Technologieaktien.

In Tokio schlugen die Abgaben der Aktien des Autoherstellers Toyota zu Buche. Das japanische Wirtschaftszeitung Nikkei hatte berichtet, der Autohersteller wolle sein Produktion im September im Vergleich zum Plan um 40 Prozent kürzen. Grund seien die Lieferengpässe bei Halbleitern sowie Komponenten wegen der Corona-Ausbrüche in Südostasien. Die Toyota-Aktie fiel um 4,4 Prozent. In Tokio schloss der japanische Leitindex Nikkei 225 1,1 Prozent tiefer mit 27’281,17 Punkten.

Der CSI-300-Index in China büsste 0,57 Prozent auf 4866,50 Punkte ein. Für den Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong ging es im späten Handel um 2,08 Prozent auf 25’330,13 Punkte nach unten. Der australische S&P/ASX 200 sank um 0,5 Prozent auf 7464,60 Zähler.

Zu den wenigen Gewinnern gehörte die neuseeländische Börse. Trotz der Lockdown-Massnahmen wegen neuer Corona-Fälle im Land zogen die Kurse an. Analyst Halley führte dies auf die deutlichen Abgaben der Landeswährung im bisherigen Wochenverlauf zurück. (awp/mc/ps)

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