Aktienfokus: Burckhardt stürzen nach H1-Zahlen ab

Burckhardt Compression

Zürich – Die Titel von Burckhardt Compression stehen am Freitag unter massivem Abgabedruck. Der Kolbenkompressoren-Hersteller hatte vorbörslich die Prognosen für Umsatz und Margen gesenkt, was zu den massiven Verkauforders führte. Nach Ansicht von Experten kommt die Gewinnwarnung jedoch nicht völlig überraschend, zumal das Unternehmen besonders stark von der Frankenstärke betroffen sei.

Die Papiere von Burckhardt Compression verlieren gegen 9.50 Uhr 12,5% auf 192,50 CHF. Die Volumen sind hoch: Nach knapp einer Handelsstunde wurden mit rund 6’770 Stück bereits knapp die Hälfte der durchschnittlich Tagesvolumen der letzten Wochen gehandelt. Der Gesamtmarkt (SPI) tendiert derweil seitwärts.

Analysten nicht überrascht
Die Prognosesenkung aufgrund des starken Franken kommt laut Vontobel nicht überraschend. Rund 85% der Kosten von Burckhardt Compression würden in der Schweiz anfallen, während sich die wichtigste Kundenbasis in Europa, Asien, Nahost und Nordamerika befinden. Die Vontobel-Analysten rechnen damit, dass die Konsensschätzungen umgehend nach unten gehen werden. Die Bewertung sei anspruchsvoll und zumindest kurzfristig seien weitere negative Nachrichten über das Makroumfeld zu erwarten, schreibt Vontobel weiter. Die Privatbank hält denn auch am Reduce-Rating fest und lässt das Kursziel von 175 CHF unverändert. Die ZKB gibt an, ihre Gewinnschätzungen zu reduzieren. (awp/mc/ps)

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