Aktienfokus: Geberit nach Zahlen sehr schwach

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Zürich – Die Aktien der Geberit AG leiden am Donnerstag unter den vorgelegten Ergebnissen 2010. Der Sanitärtechnikkonzern ist sowohl beim EBITDA als auch bei EBIT und Reingewinn etwas hinter den Konsenserwartungen zurückgeblieben. Auch der Ausblick wird am Markt als eher vorsichtig beurteilt. Gegen 9.15 Uhr fallen die Titel als schwächster Wert im SLI um 3,3% auf 199,60 CHF. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI gibt um 0,4% nach.

Nach mehreren Jahren solider Ergebnisausweise seien die erfolgsverwöhnten Aktionäre Enttäuschungen nicht gewohnt, sagen Händler. Auch die Wegelin-Experten sehen für einmal die hohen Erwartungen der Investoren nicht erfüllt. Für längerfristige Anleger könne die Kurskorrektur aber eine willkommene Einstiegsgelegenheit sein, so der Kommentar. Denn Geberit verfüge über margenstarke Produkte und die eingeleitete Expansion in lukrative Wachstumsregionen sollte sich längerfristig auszahlen.

Ergebnis unter Erwartungen
Von einem Ergebnis leicht unter den Markterwartungen und einem vagen Ausblick spricht ZKB-Analyst Martin Hüsler. Seine Schätzungen seien aber erfüllt worden. Die eher hohe Bewertung der Aktie mache aber die Luft für überdurchschnittliche Kursfortschritte dünn. Die Einschätzung lautet «Marktgewichten». Vontobel bewertet das Ergebnis als «solide» und hebt die «attraktive» Dividendenrendite von 3% hervor. Analyst Christian Arnold kündigte eine Erhöhung seiner Dividendenschätzungen an, die Gewinnprognosen dürften aber wohl kaum verändert bleiben. Auch er nimmt mit der Einstufung «Hold» eine neutrale Position ein. (awp/mc/ss)

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