Aktienfokus: Lonza nach Übernahme leichter

Lonza-Turm in Basel

Zürich – Die Papiere des Lifesciencekonzerns Lonza sind am Montag nach der Akquisition der US-Gesellschaft Arch Chemicals mit tieferen Notierungen in den Handelstag gestartet. Mit diesem Zukauf vergrössern die Basler ihren Umsatz um rund die Hälfte. Die Akquisition ergibt Analysten zufolge strategisch durchaus Sinn, allerdings richte sich Lonza damit stärker auf ein tiefermargiges Geschäft aus.

Lonza Namen notieren um 09.15 Uhr 0,5% tiefer auf 66,50 CHF, das Tagestief wurde bei 65,80 CHF erreicht. Der am SMI gemessene Gesamtmarkt sinkt derweil um 0,49%. Die Akquisition von Arch Chemicals ergibt nach Ansicht von ZKB-Analyst Martin Schreiber strategisch durchaus Sinn. Damit richte sich Lonza allerdings verstärkt als Spezialitätenchemie-Unternehmen mit tieferen operativen Gewinnmargen aus, wofür der faire Bewertungsmassstab tiefer liege.

Investmentcase «Biotech» verwässert
Ähnlich tönt es bei Vontobel: Lonza weiche mit der Expansion im Bereich Microbial Control von seinem Vorhaben ab, die pharmazeutische Wertschöpfungskette intensiver zu bearbeiten. Die Akquisition verwässere den Lonza-Investmentcase «Biotech», stellt auch die Bank Sarasin fest. Der Kaufpreis für Arch ist mit 1,4 Mrd USD nach Ansicht der Vontobel-Analystin Carla Bänziger hoch. ZKB-Mann Martin Schreiber spricht hingegen von einem «angemessenen» Preis – falls dieser nicht erhöht wird. (aw/mc/ps)

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