CH-Verlauf: SMI legt zu – Ergebnisse im Fokus

CH-Verlauf: SMI legt zu – Ergebnisse im Fokus
(Adobe Stock)

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Donnerstagvormittag fester. Dabei übersteigt der Leitindex SMI erstmals die Marke von 13’500 Punkten. Allerdings bleibt diese Marke umkämpft. Bevorzugt würden Aktien von Unternehmen, die ein defensives Geschäftsmodell hätten oder mit ihren ersten Angaben zum vergangenen Jahr die Erwartungen klar übertroffen hätten. Doch auch diese seien nicht vor Gewinnmitnahmen ganz gefeit, meint ein Händler.

Nach wie vor schwebten geopolitische Unsicherheiten sowie Bewertungssorgen im Technologiesektor über dem Markt, heisst es weiter. Dies zeige die Entwicklung an den US-Aktienbörsen, wo der Dow Jones seit kurzem besser abschneidet als die technologielastige Nasdaq. Darin spiegele sich bis zu einem gewissen Grad die Vorsicht der Anleger, meint ein Händler. Impulse für das weitere Geschehen werden von den am Nachmittag erwarteten Ergebnissen der US-Grossbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley sowie von BlackRock und weiteren Konjunkturzahlen wie dem Empire-State- und der Philadelphia-Fed-Index sowie den wöchentlichen Arbeitsmarktdaten erwartet.

Der SMI, der zunächst bis auf das neue Rekordhoch auf 13’513,08 Punkte gestiegen war, notiert gegen 11.20 Uhr nur noch um 0,24 Prozent höher auf 13’497,26 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI gewinnt 0,21 Prozent auf 2178,65 und der breite SPI 0,27 Prozent auf 18’593,58 Zähler. Im SLI stehen 16 Gewinnern 14 Verlierer gegenüber.

An der Spitze der SLI-Werte stehen VAT (+10%). Der Vakuumventilhersteller hat mit den am Morgen veröffentlichten Zahlen zu Auftragseingang und Umsatz die kühnsten Erwartungen der Analysten übertroffen. Dies sei der Startschuss für eine neue Wachstumsphase, heisst es bei der ZKB.

Im Sog von VAT werden auch AMS (+3,1%), Comet (+3,2%) und Inficon (+5,9%) höher gehandelt. Zusätzliche Unterstützung gibt es laut Händlern von TMSC. Der taiwanische Chip-Hersteller hat im vierten Quartal dank der starken Nachfrage nach Chips für Rechenzentren und dem Ausbau von leistungsstarken KI-Anwendungen den Gewinn überraschend stark gesteigert.

Dahinter folgen die Aktien von Partners Group (+5,9%). Der Asset Manager hat die verwalteten Vermögen und die Kapitalzusagen gesteigert. Erste Analysten haben bereits ihre Kursziele leicht nach oben angepasst. Partners Group habe ein Rekord-Fundraising vermeldet, heisst es bei Vontobel.

Dahinter folgen mit einem gewissen Abstand ABB (+1,7%), Helvetia Baloise (+0,9%) und Swiss Re (+0,7%).

Die defensiven Schwergewichte Roche (+0,7%), Novartis (+0,5%) und Nestlé (+0,2%) tragen ebenfalls zum positiven Gesamtmarkt bei.

Bei den Aktien von Richemont (-2,6%) überrascht laut Händlern eher die negative Kursreaktion als die guten Zahlen. Anfangs war der Kurs noch klar gestiegen. Der Luxusgüterkonzern hat den Umsatz im wichtigen Weihnachtsquartal um 4 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro gesteigert und die Markterwartungen dabei klar übertroffen. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen. Zudem könnten sich die deutlich gestiegenen Edelmetallpreise negativ auf die Margen des Luxusgüterherstellers auswirken, meint ein Händler. Im Sog von Richemont fallen auch Swatch (-2,6%) im Verlauf ins Minus.

Ähnlich tönt es zu Geberit (-5,0%). Auch hier führen Händler Gewinnmitnahmen nach guten Zahlen ins Feld. Der Sanitärtechnikkonzern steigerte 2025 den Umsatz unter Ausklammerung der negativen Währungseinflüsse klar und hob die Prognose für die operative Marge 2025 an. Damit hatte Geberit die Markterwartungen übertroffen.

Auch Temenos (-1,1%) kann sich Gewinnmitnahmen nicht entziehen und gibt frühe Gewinne ab. Der Bankensoftwarehersteller hat im vierten Quartal Umsatz und Betriebsgewinn deutlich erhöht.

Abwärts geht es zudem mit den Aktien von Straumann (-2,1%) , Galderma (-1,7%), Kühne + Nagel (-1,6%) und Logitech (-1,3%).

Auf den hinteren Reihen sind Bossard (+3,9%) und Ascom (+15%) nach ersten Angaben zum vergangenen Jahr gefragt. Implenia (-2,6%) geben derweil trotz eines weiteren Grossauftrags nach. (awp/mc/ps)

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