CH-Schluss: Höhenflug ungebremst – Banken stark

CH-Schluss: Höhenflug ungebremst – Banken stark

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag zum dritten Mal in dieser Woche mit höheren Kursen aus der Sitzung gegangen. Das aktuelle Intraday-Jahreshoch beim SMI ist mittlerweile nicht mehr weit von 7’800 Punkten entfernt. Damit hat der wichtigste Schweizer Index auch über die Woche gesehen erneut eine positive Performance hingelegt.

Nach bereits freundlichem Beginn zogen die Aktien im Tagesverlauf weiter an und wurden dabei am Nachmittag vom starken US-Arbeitsmarktbericht gestützt. Die Beschäftigung stieg stärker gestiegen als erwartet und die Arbeitslosenrate sank überraschend. Gegen Handelsende schwächte sich der SMI parallel zu den etwas nachgebenden US-Aktien wieder etwas ab. Bereits zu Handelsbeginn war das Sentiment dank guter Makronachrichten positiv. Die Zuversicht auf eine konjunkturelle Erholung war dabei am Vortag nochmals durch US-Konjunkturzahlen gestützt worden. Aber auch die EZB sieht eine schrittweise Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in der zweiten Jahreshälfte voraus.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,47% höher bei 7’744,84 Punkten. Im Wochenvergleich ergab sich ein Plus von 1,9%. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) legte 0,53% auf 1’177,2 Punkte zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,42% auf 7’186,87 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln schlossen 20 im Plus, 9 im Minus und einer unverändert.

Am meisten profitierten CS (+3,9%) von der risikofreudigen Stimmung der Investoren, UBS (+1,8%) zogen etwas moderater an. Positiv wird in diesem Sektor das Stresstest-Ergebnis der US-Banken gewertet, das die US-Notenbank Fed am Vortag veröffentlicht hatte. Auch Analystenbewertungen stützten: So hat die UBS die Aktien der CS auf ‹Buy› von ‹Neutral› angehoben und das Kursziel erhöht. Chevreux hat zudem zwar das Kursziel für UBS nach unten angepasst, die Einstufung ‹Outperform› aber bestätigt.

Zwischen CS und UBS schoben sich noch die ebenfalls starken Bâloise (+1,9%) und Actelion (+2,1%).

Auch Julius Bär (+1,2%) waren gesucht. Der Titel wurde von der UBS mit ‹Buy› wieder in die Bewertung aufgenommen. Julius Bär dürften von den Grössenvorteilen und dem sich ändernden regionalen Profil durch die Übernahme des Teil-Geschäfts von Merrill Lynch profitieren, hiess es dazu.

Gewinne im Bereich von 1% erreichten noch Lonza, Kühne+Nagel, Givaudan oder auch das Schwergewicht Novartis. Novartis schlossen damit bei 65,55 CHF so hoch wie noch nie dieses Jahr.

Am Tabellenende fanden sich Clariant (-2,4%) wieder. Der Chemietitel hatte allerdings im bisherigen Jahresverlauf bereits einen Aufschwung von beinahe 20% hinter sich, so dass dieser Rücksetzer nicht gross überraschen kann.

Im Gegensatz zu Novartis belasteten die Genussscheine von Roche (-0,7%) den Gesamtmarkt. Schwächer beendeten auch Geberit (-0,3%) die Woche, dies im Vorfeld der Publikation der Jahresergebnisse vom kommenden Dienstag. Hinter dem Gesamtmarkt zurück bleiben auch ABB (-0,1%). Die Titel wurden von der Citigroup von der «Focus List Europe» gestrichen und durch Siemens ersetzt.

Im breiten Markt fielen Coltene (+12,8%) nach starken Jahreszahlen mit einem Kurssprung auf, wogegen Starrag (-0,7%) nach gemischten Jahreszahlen etwas nachgaben. Gategroup (+2,9%) erhielten von einen erneuerten langfristigen Catering-Vertrag mit der spanischen Fluglinie Iberia etwas Unterstützung, Meyer Burger (+1,2%) vom Abschluss eines neuen hypotekarbesicherten Kredites, welcher dem Unternehmen Mittel von 30 Mio CHF bringt.

Schmolz+Bickenbach kletterten um 9,0% markant nach oben. Der Stahlkocher konnte mit seinen kreditgebenden Banken neue Bedingungen aushandeln. (awp/mc/pg)

SIX Swiss Exchange

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