CH-Schluss: SMI gewinnt 0,5% auf 7’850 Punkte

CH-Schluss: SMI gewinnt 0,5% auf 7’850 Punkte

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist unter Führung der Pharmawerte und der UBS mit Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Die zuletzt gescholtenen Papiere fanden auf tieferem Niveau wieder Käufer, hiess es im Handel. Am Nachmittag ging den Dividendenpapiere aber etwas die Luft aus, weil sich die Anleger an Wall Street nach dem guten Lauf der vergangenen Wochen erst einmal eine Pause gönnten. Gebremst wurden die Aktienkurse überdies vom Ölpreis sowie vom erstarkenden Schweizer Franken.

Mit Blick auf den Rest der Woche rechnen Marktteilnehmer damit, dass sich das Geschehen im Verlauf der um einen Tag verkürzten Börsenwoche weiter beruhigen wird. Viele Händler und Anleger werden sich wohl schon bald in die verlängerten Osterferien verabschieden, hiess es.

Der Swiss Market Index (SMI) gewann am Montag 0,46% auf 7’849,57 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, legte um 0,20% auf 1’209,41 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,38% auf 8’341,79 Punkte zu. Bei den 30 SMI/SLI-Titeln kamen auf 15 Gewinner 13 Verlierer und zwei unveränderte Aktien (Nestlé sowie Kühne+Nagel).

Die Pharmawerte Roche (+1,1%) und vor allem Novartis (+1,9%) trieben den SMI massgeblich an. In der Vorwoche hatten die beiden Index-Schwergewichte den Handel noch mit Abgaben von 4,2% bzw. 4,8% stark geprägt, belastet vom grossen Eurex-Verfall am Freitag. Auch mit der Aussicht auf Hillary Clinton als US-Präsidentin und deren harte Haltung gegenüber der Pharmaindustrie, hätten sich institutionelle Anleger aus dem Pharmasektor teilweise zurückgezogen, hiess es. Actelion legten um 1,8% zu.

Auch die Grossbanken Credit Suisse (-0,1%) und UBS (+1,2%) hatten in der Vorwoche zu den grössten Verlierern gezählt. Julius Bär büssten derweil 0,9% ein. Der Vermögensverwalter war am Berichtstag mit den Angaben zum Lohn von CEO Boris Collardi newsmässig im Gespräch.

Swiss Life zogen um 1,2% an. Die Papiere des Lebensversicherers sind nach sechs Jahren Absenz zurück in den SMI aufgestiegen und nahmen den durch den Rückzug von Transocean freigewordenen Platz ein. Zudem schaffte Dufry (-1,6%) den Sprung in den Swiss Leader Index (SLI).

Die grössten Avancen im SMI/SLI schafften Aryzta (+2,7%), allerdings hatten die Papiere in der Vorwoche satte 22% eingebüsst. Am anderen Ende standen die Luxusgüterwerte Swatch (-2,3%) und Richemont (-1,8%). Am (morgigen) Dienstag werden die neuesten Daten zu den Uhrenexporten der Schweiz publiziert. Givaudan wurden am Montag ohne die Dividende in Höhe von 54 CHF gehandelt, büssten gleichwohl «nur» 0,9% oder 16 CHF ein.

Im Fokus stand auch der europäische Chemie-Sektor. Hier trieben Presseberichte über eine weitere Konsolidierung im Sektor. So soll Monsanto zu den beiden deutschen Unternehmen Bayer und BASF Kontakt wegen möglicher Deals in der Agrarchemiesparte aufgenommen haben. Clariant stiegen daraufhin um 0,7% und Sika um 1,2%. Syngenta (Aktie: -0,2%) hatte letzten Sommer Monsanto die kalte Schulter gezeigt.

Im breiten Markt zeichnete sich im Gategroup-Konflikt (Aktie: +4,4%) ein Kompromiss ab, der am Markt begrüsst wurde. In der Einladung zur GV hat der Airline-Caterer alle bisherigen VR-Mitglieder, also auch den zuletzt umstrittenen Gerard van Kesteren, zur Wiederwahl vorgeschlagen, während Präsident Andreas Schmid seinen Rücktritt für 2017 ankündigte.

Hiag stiegen nach Publikation der Geschäftszahlen für das Jahr 2015 an der Börse um 1,5%. Die anhaltend gute Nachfrage nach Wohnimmobilien liess das Ergebnis über Erwarten stark in die Höhe klettern, und die Dividende wurde angehoben. Die im Bereich Antriebslösungen aktive Belimo-Gruppe (Aktie: -2,7%) belässt die Dividende nach einem von der Frankenstärke geprägten Jahr dagegen auf Vorjahresniveau. Lifewatch büssten gar 5,5% ein, nachdem bekannt wurde, dass der Telemedizin-Anbieter der US-Krankenkasse Highmark Blue Cross Blue Shield 18,7 Mio USD Schadenersatz bezahlen muss. (awp/mc/upd/ps)

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