CH-Verlauf: SMI fehlt zum Wochenstart der nötige Schwung
Zürich – Zum Wochenstart fehlt dem Schweizer Aktienmarkt ein wenig der Schwung. Dies zeigt sich auch an der bisherigen Handelsspanne von gerade einmal 50 Punkten. Mittlerweile tritt der Leitindex SMI mehr oder weniger auf der Stelle. Dabei bieten die Vorgaben aus Übersee durchaus Unterstützung. In den USA hatte ein überraschend positives Einzelhandels-Sentiment die Märkte spürbar angeschoben. Und auch in Asien ziehen die Kurse zum Wochenstart klar an.
Dort steht vor allem der japanische Aktienmarkt nach den Wahlen vom Wochenende im Blick. Der überragende Sieg der neuen nationalkonservativen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi bei den Parlamentswahlen zum Unterhaus hievte den japanischen Nikkei erstmals über die Marke von 57’000 Zählern. Der deutliche Sieg wird als positiv für die Märkte gewertet. Und auch für die kommenden Tage ist die Agenda prall gefüllt und bietet reichlich Zündstoff für weitere Kursbewegungen. Vor allem die beiden US-Datenschwergewichte Arbeitsmarktbericht und Inflation stehen dabei im Fokus. Beide Datenpunkte sind dafür bekannt, die Märkte bewegen zu können.
Der SMI gewinnt gegen 11.10 Uhr 0,05 Prozent auf 13’510,15 Punkte. Seine bisherige Handelsspanne reicht von 13’492 bis 13’542 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI steigt um 0,13 Prozent auf 2157,04 Punkte und der breite SPI um 0,10 Prozent auf 18’657,56 Zähler. Im SLI halten sich Gewinner (16) und Verlierer (14) nahezu die Waage.
Das Gewinnerfeld führen einmal mehr die Papiere von Amrize (+2,1%). Sie knüpfen an den starken Lauf der Vorwoche an, der sie bereits um knapp 10 Prozent nach oben geschickt hatte. Zuletzt hatten Händler auf Spekulationen verwiesen, wonach führende Hausbauer in den USA angeblich grosse Pläne hegen. Es sollen rund eine Million «Trump Häuser» entstehen, wie vergangene Woche aus nicht näher bekannten Quellen verlautete. Dank der starken Marktstellung im US-Dachbau würde auch Amrize von einem solchen Vorhaben profitieren.
Um 1,9 Prozent verteuern sich die Aktien von Sandoz. Galderma, Julius Bär sowie die ehemalige Amrize-Mutter Holcim sind mit Kursgewinnen von bis zu 1,1 Prozent ebenfalls etwas weiter vorne zu finden. Von den drei Blue Chips, die in dieser Woche mit Zahlen erwartet werden, präsentieren sich aktuell nur SGS (+0,7%) fester. Sowohl Swisscom (-0,5%) als auch Schindler (-0,3%) kommen vor ihren jeweiligen Zahlen-Terminen zurück.
Sehr uneinheitlich entwickeln sich derweil die drei Schwergewichte zum Wochenstart. Kursgewinnen von 0,8 Prozent auf 120,96 Franken bei Novartis stehen Abgaben von 0,7 Prozent bei Roche gegenüber. Nestlé (-0,1%) treten eher auf der Stelle. Der Pharmakonzern Roche hatte am Wochenende ausführliche Daten zu seinem MS-Mittel Fenebrutinib vorgestellt. Während die Wirksamkeit mit den Daten einmal mehr untermauert wurde, sorgen sich Analysten vor allem um die Daten zu den Nebenwirkungen. Derweil haben die Novartis-Papiere im frühen Handel bei 121,40 Franken gar eine neue Bestmarke gesetzt.
Die rote Laterne halten derweil Lindt&Sprüngli (-1,4%) und Givaudan (-0,7%), die ebenfalls dem eher defensiven Lager zuzurechnen sind. Auch die drei Versicherer Zurich, Swiss Re und Swiss Life weisen allesamt Kursabgaben auf. Sie reichen von -0,7 bis -0,3 Prozent.
In den hinteren Reihen stechen SoftwareOne (+2,4%) nach Vorabzahlen heraus. Mit seinen Eckdaten zum Umsatz konnte der IT-Dienstleister die Erwartungen der Analysten und auch die eigene Guidance übertreffen. Adecco wiederum sind nach einem positiven Händlerkommentar mit +2,6 Prozent ebenfalls gesucht. (awp/mc/ps)