CH-Verlauf: SMI setzt von Rekordniveau zurück

CH-Verlauf: SMI setzt von Rekordniveau zurück
(Adobe Stock)

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt macht am Mittwoch nach seinem neuen Rekord zunächst einen Rücksetzer. Neuerliche Angriffe im Iran sowie der anhaltende Ausverkauf im Chipsektor hinterlassen doch einige Spuren. Derweil verläuft die Berichtssaison laut Händlern für einen Grossteil der Unternehmen sowohl in den USA als auch in Europa gut und auch hierzulande gibt es überwiegend erfreuliche Resultate – beispielsweise am heutigen Mittwoch von der UBS.

Im weiteren Tagesverlauf richtet sich dann der Blick einmal mehr in die USA. Dort steht zunächst mit dem Zinsentscheid des Fed das geldpolitische Highlight auf dem Programm. Überwiegend wird mit unveränderten Leitzinsen gerechnet und einer eher kurzen Kommunikation des neuen Fed-Chefs. Nach Börsenschluss folgen dann zahlreiche Quartalsergebnisse von US-Konzernen, der Fokus dürfte dabei auf Meta und Microsoft liegen. Am morgigen Donnerstag folgen dann noch Amazon und Apple.

SMI prallt von Rekord ab

Der Leitindex SMI gibt im Verlauf seine frühen Gewinne fast vollständig ab und liegt gegen 10.55 Uhr nur noch mit 0,02 Prozent auf 14’573,74 Punkte im Plus. Im frühen Handel wurde noch eine neue Bestmarke bei 14’656 Punkten markiert. Mittlerweile sind die Verlierer in der Überzahl. Der Mid-Cap-Index SMIM der mittelgrossen Werte fällt um 0,04 Prozent auf 3125,23 und der SPI liegt unverändert auf 20’401,67 Zählern.

Unangefochtener Spitzenreiter sind die Titel der UBS (+3,4%) nach Zahlen. Die Grossbank hat mit ihrem Ergebnis für das zweite Quartal die Schätzungen der Analysten einmal mehr übertroffen. Zudem kommt das neue Aktienrückkaufprogramm offenbar gut an. Insgesamt liefere der Bankensektor derzeit überwiegend überzeugende Resultate, hiess es von Börsianern.

Auch Sika (+2,1%) bauen ihre starken Vortagesgewinne weiter aus. Zahlreiche Analysten zogen nach den starken Halbjahreszahlen ihre Kursziele, JPMorgan sogar die Einstufung nach oben.

Hingegen übernehmen Logitech (-7,0%) klar die rote Laterne im Leitindex. Während die eigentlichen Quartalszahlen auch dank Zoll-Rückerstattungen stark ausfielen, schürt ein Zulieferer-Problem Unsicherheit und lastet entsprechend auf der Stimmung.

Die Titel der Uhrenkonzerne Richemont (-1,8%) und Swatch (+4,1%) entwickelten sich derweil gegenläufig. Während bei Richemont nach Zahlen der Konkurrenten Kering und Hermes offenbar Gewinnmitnahmen einsetzten, wurden Swatch von einer doppelten Hochstufung durch Kepler Cheuvreux angetrieben.

Tech-Werte wie VAT (-2,6%), Comet (-3,4%) oder Inficon (-3,5%) vor eigenen Zahlen liessen sich vom allgemeinen Ausverkauf im Chipsektor beeindrucken. Insbesondere die enttäuschten Erwartungen bei SK Hynix hatten deren Aktie einbrechen lassen.

Zahlen in zweiter Reihe

Auch in der zweiten Reihe waren einige Ergebnisse zu verdauen. Besonders kräftig ging es für Autoneum (+13,8%) nach oben. Der Autozulieferer hat im ersten Halbjahr insbesondere mit einer höheren operativen Leistung als erwartet überrascht. Ausserdem wurde die Prognose erhöht.

Die Aktien von Ascom (-1,7%) gaben ihre frühen Gewinne indes preis. Dabei hat das Unternehmen die Erwartungen zumeist übertroffen.

Bei Kuros (+14,3%) sorgt ein positiver Analystenkommentar für Schub. Die UBS hat die Titel mit «Buy» aufgenommen und erwartet eine Fortsetzung des starken Wachstumskurses beim Biotechunternehmen. Für Swissquote (+6,5%) bricht Goldman Sachs eine Lanze und erhöht die Einstufung nach dem jüngsten Kurseinbruch auf «Buy» von «Neutral». (awp/mc/pg)

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