CH-Eröffnung: SMI kaum verändert – «Nachrichtensättigung»
Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist kaum verändert in die neue Woche gestartet. «Die Märkte haben das Risiko eines länger andauernden Konflikts inzwischen eingepreist», mutmasst ein Marktbeobachter. «Es ist in Bezug auf Nahost eine leichte Nachrichtensättigung erkennbar», so ein anderer Experte. «Die Investoren werden zukünftig auf die harten Fakten reagieren und weniger weitere Spekulationen im Hinblick auf den Nahost-Konflikt unternehmen.»
Im Iran-Konflikt gab es über das Wochenende keine fundamentalen Veränderungen. Allerdings hat US-Präsident Donald Trump die Nato-Verbündeten mit konfrontativen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Strasse von Hormus gedrängt. Der Ölpreis (Brent) hat über das Wochenende leicht angezogen und notiert bei über 105 US-Dollar das Fass.
In der laufenden Woche richtet sich der Blick neben dem Iran-Krieg in die Schaltzentralen der wichtigsten Notenbanken. Innerhalb von nur 24 Stunden werden am Mittwoch und Donnerstag die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die Europäische Zentralbank (EZB), die Bank of England (BoE), die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Bank of Japan (BoJ) ihre Sitzungen abhalten. Die Währungshüter können so erstmals auf die durch den Krieg ausgelösten Schocks reagieren.
Der SMI mäandriert seit Handelsbeginn um den Vorwochenschluss. Um 9.15 Uhr notiert er 0,02 Prozent tiefer bei 12’836,11 Punkten. In der vergangenen Woche hat er ein Minus von 2,0 Prozent erlitten. Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar summieren sich die Abgaben damit auf rund 8,4 Prozent. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte büsst aktuell um 0,24 Prozent auf 2934,22 ein, während der breite SPI um 0,09 Prozent auf 17’909,68 Zähler anzieht.
Bei den Blue Chips halten sich die Gewinner und Verlierer in etwa die Waage. Die Ausschläge sind allerdings gering. Einzig Holcim (+1,5%) zeigen eine Veränderung von mehr als 1 Prozent. Die grössten Gewinner dahinter sind Amrize und Logitech mit Avancen von 0,8 und 0,5 Prozent.
Auf der anderen Seite geben Swiss Life (-0,9%) und Alcon (-0,6%) am stärksten nach.
Bei den mittelgrossen Werten fallen Sonova mit Einbussen von gut 5 Prozent auf.
Am breiten Markt geht es mit Idorsia (-16%) noch stärker bergab, nachdem CEO Srishti Gupta überraschend zurückgetreten ist. Mühe bekunden auch Tecan (-4,3%) nach tiefroten Zahlen. (awp/mc/ps)