CH-Verlauf: SMI dank Schwergewichten erneut im Plus

CH-Verlauf: SMI dank Schwergewichten erneut im Plus
(KI-generiert)

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt steht am Freitag kurz vor Mittag leicht höher, kann aber die im frühen Geschäft erneut übertroffene Marke bei 14’800 nicht ganz halten. Dennoch zeichnet sich der vierte positive Tag in der auslaufenden Woche und auch die vierte Woche in Folge mit steigenden Kursen ab. Das Börsensentiment wird insbesondere von den mit Enttäuschung aufgenommener Zahlen grosser US-Techkonzerne wie Intel und Amazon geprägt. Das belastet indes vor allem die Tech-affinen Werte, wovon wiederum die hiesigen defensiven Schwergewichte und entsprechend auch der Leitindex SMI profitieren.

Konjunkturmässig wurden am Freitag Angaben zu den Konsumentenpreisen in einzelnen deutschen Ländern sowie aus Frankreich und Spanien publiziert, welche die Aktienmärkte aber kaum bewegt haben. Auch das überraschende Wachstum der Wirtschaft in Deutschland im dritten Quartal vermochte hierzulande keine neuen Impulse zu setzen.

Ölpreise steigen auf hohem Niveau

Wichtig bleibt der Blick auf die Ölpreise. Spekulationen über einen möglichen neuerlichen Einsatz der US-Streitkräfte im Nahost-Konflikt hat den Preis für ein Fass der Sorte Brent vorübergehend in die Nähe von 118 US-Dollar gebracht. Das Niveau bewegt sich damit im Bereich der Höchststände von Ende April. Derzeit notiert der Preis bei knapp 117 Dollar.

Der Leitindex SMI steht in diesem Umfeld um 11.00 Uhr 0,16 Prozent höher bei 14’781,77 Punkte. Unmittelbar nach Eröffnung hatte er ein Tageshoch bei über 14’830 erreicht. 11 der 20 SMI-Aktien bewegen sich im grünen Bereich, 9 im roten.

Der breite SPI legt 0,08 Prozent auf 20’810,11 Punkte zu, wogegen der weniger von den Schwergewichten geprägte Mid-Cap-Index SMIM 0,03 Prozent auf 3199,18 Punkte zurückgeht.

Am meisten wird der Schweizer Markt von den sehr starken Nestlé (+1,5%) gestützt. Aber auch die Pharma-Giganten Novartis (+0,8%) und Roche (+0,3%) helfen dem Gesamtbild. Die beiden Schwergewichte liegen auch im Jahresrennen mit einer positiven Performance seit Ende 2025 von über +20 Prozent weit vorne.

Gut gesucht sind aktuell auch weitere eher defensive Aktien wie Givaudan (+1,7%) an der Tabellenspitze, Swiss Re (+1,4%) oder Lonza (+1,0%).

Logitech (-3,7%) geben dagegen am meisten nach. Neben den schwachen Vorgaben aus dem Tech-Sektor hadert der Markt seit Tagen mit dem Ausblick des Unternehmens auf das wichtige Weihnachtsquartal.

Von der Tech-Schwäche zurückgebunden werden auch ABB (-2,4%), oder aus dem breiteren Markt VAT (-3,8%), Belimo (-2,6%), AMS Osram (-4,4%), Inficon (-5,2%), Comet (-4,4%) oder Huber+Suhner (-3,8%). Die Zahlen einiger US-Technologieriesen hatten am Vorabend für deutlichen Wirbel gesorgt – allen voran gingen Intel nachbörslich mit Verlusten von über 20 Prozent in die Knie. Das sorgt auch bei den Schweizer Profiteuren der KI-Euphorie für Gewinnmitnahmen. «An den internationalen Aktienmärkten ziehen sich die Anleger immer mehr aus Halbleiter- und KI-Werten zurück», meint ein Händler.

Nach Zahlen zeigen sich auch Landis+Gyr (+1,8%) im Aufwind. Der Stromzählerproduzent hat am Vorabend sein Semesterergebnis präsentiert, wobei trotz sinkendem Umsatz die Marge gestiegen ist. Der entsprechend gehobene Ausblick für das Gesamtjahr wird entsprechend gut aufgenommen.

Auch LUKB (+1,9%) erhalten von den Neunmonats-Zahlen Rückenwind.

Swissquote (-2,6%) werden hingen von der Meldung gebremst, wonach bei einem Hackerangriff auf die Kryptobörse Binance Kryptowährungen im Gegenwert von mehr als 6 Milliarden US-Dollar erbeutet worden seien. (awp/mc/pg)

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