CH-Eröffnung: Tiefer – defensive Werte stützen

CH-Eröffnung: Tiefer – defensive Werte stützen
(KI-generiert)

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag schwächer in den Handel gestartet. Belastend wirkt vor allem die angespannte Lage im Nahen Osten sowie die anhaltende Schwäche im Technologiesektor. Etwas Halt geben dem SMI dagegen defensive Schwergewichte.

Technologie- und Halbleiterwerte stehen am Dienstag verstärkt unter Druck. Auch Apple konnte die Anleger am Vorabend trotz solider Zahlen nicht überzeugen. Umsatz und Gewinn lagen zwar leicht über den Erwartungen, der verhaltene Ausblick auf die Bruttomarge sorgte jedoch für Ernüchterung. «Solide Zahlen reichen derzeit im Technologiesektor schlicht nicht aus», meint ein Händler. In den USA stehen neben Arbeitsmarktdaten heute zudem die Zwischenwahlen im Fokus. Mit ersten aussagekräftigen Ergebnissen wird allerdings erst in der Nacht auf Mittwoch gerechnet.

Für zusätzliche Nervosität sorgt die Lage im Nahen Osten. Medienberichten zufolge hat das US-Militär erneut Ziele im Iran angegriffen. An den Börsen zeige sich bereits das klassische Muster aus steigenden Ölpreisen und fallenden Aktienkursen, heisst es in einem Marktkommentar. Brent verteuert sich gegenüber dem Vortag um rund 1,5 Prozent auf 106,50 Dollar je Fass.

Der SMI verliert gegen 09.15 Uhr 0,27 Prozent auf 14’762,63 Punkte. Der Mid-Cap-Index SMIM büsst 0,67 Prozent auf 3209,41 Zähler ein, der breite SPI gibt 0,33 Prozent auf 20’798,86 Punkte nach. Auch an den übrigen europäischen Aktienmärkten zeigt sich ein ähnliches Bild.

Defensive Werte stützen
Gestützt wird der Leitindex von den Schwergewichten Novartis und Nestlé. Daneben halten sich auch die defensiven Versicherungswerte Swiss Re, Zurich und Swiss Life knapp im Plus.

Am deutlichsten unter Druck stehen Geberit (-3,0%) nach den Quartalszahlen. Mit Sika (-1,7%) steht auch ein weiterer Bauwert klar tiefer.

Galderma (-1,7%) werden derweil vom überraschenden Abgang des Finanzchefs belastet, der am Montagabend bekannt geworden war. Schwach präsentieren sich auch Technologiewerte wie ABB (-0,9%) und Logitech (-1,5%). Noch stärker trifft es die Halbleiterwerte: VAT, Inficon und Comet büssen zwischen 3 und 5 Prozent ein.

Berichtssaison sorgt für Bewegung
In den hinteren Reihen stehen Clariant (-4,8%) nach Zahlen deutlich unter Druck. Das Unternehmen schnitt beim Umsatz zwar etwas besser als erwartet ab, die Margenentwicklung blieb jedoch hinter den Prognosen zurück.

Deutlich positiv überraschten dagegen Burckhardt Compression (+9,5%). Der Industriekonzern verzeichnete im ersten Halbjahr 2026/27 einen stärker als erwarteten Auftragseingang und bestätigte die Ziele für das Gesamtjahr.

Basilea (+1,9%) profitieren von einer Meilensteinzahlung für das Antimykotikum Cresemba. Sonova (-3,2%) geben derweil nach einer Abstufung durch UBS auf «Neutral» klar nach. Swissquote (-1,2%) dürften laut Marktbeobachtern unter der Schwäche am Kryptomarkt im Nachgang des Binance-Hacks leiden. (awp/mc/ps)

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