China sieht Exportwachstum bedroht

Containerhafen Hongkong
Containerhafen Hongkong.

Containerhafen Hongkong.

Peking – China fürchtet aufgrund der rückläufigen globalen Nachfrage schwerwiegende Exporteinbussen im kommenden Jahr. Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt sieht ihre Ausfuhren vor allem durch die Schuldenkrise im Euroraum bedroht. Wenn sich die Lage in Europa weiter zuspitze, müsse man verstärkt auf die Schwellenländer setzen, sagte Wang Shouwen, Direktor der Abteilung für Aussenhandel im Handelsministerium, am Mittwoch in Peking vor Journalisten.

Zuvor hatte bereits ein weiterer Vertreter des Ministeriums angekündigt, dass das Exportwachstum im November abermals schwächer ausfallen werde als im Vormonat. Im Oktober hatten die Ausfuhren im Jahresvergleich um 15,9 Prozent zugelegt. Damit verbuchte der Sektor das langsamste Wachstum seit fast zwei Jahren. Quan bezeichnete die Lage als «ernst». Chinas wirtschaftliche Entwicklung verliert zunehmend an Dynamik. So war die Wachstumsrate im dritten Quartal auf 9,1 Prozent gesunken, von 9,5 Prozent im zweiten und 9,7 Prozent im ersten Quartal.

Notenbank schwenkt in Richtung expansivere Geldpolitik

Die jüngsten Einkaufsmanager-Umfragen zeigen an, dass allen wichtigen Sektoren der chinesischen Wirtschaft die erste Abschwächung seit mehreren Jahren droht. Die chinesische Notenbank hatte am 30. November bereits mit einem wichtigen Schwenk in Richtung auf eine expansivere Geldpolitik auf diesen Trend reagiert. Sie senkte erstmals seit drei Jahren die Mindestreserve-Anforderungen für die grossen Geschäftsbanken des Landes um 0,5 Punkte auf 21 Prozent. (awp/mc/ps)

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